Mittwoch, 18. Juni 2008

Entschiedenes Schicksal

Wahrscheinlich sollte ich jetzt schon in meiner Tiefschlafphase angekommen sein, Dinge träumen, die mein Gehirn gerade verarbeitet oder mich in Unsinn vertiefen. Wobei ich bei ersterem wohl einiges zu tun hätte, denn mittlerweile kann man ja schon fast die Stunden zählen, Tage wird ja schon viel zu langweilig;) die Stunden hätten auch den Vorteil, dass es sich vielmehr anhört, wobei es natürlich auch schneller weniger wird...also ein Perfektum gibt es nicht wirklich und wenn mich jemand fragen würde, ob er die Zeit anhalten solle, würde ich mich ehh nich entscheiden können! Entscheindungen, sind manchmal ganz nett, werden sie abgenommen, aber so ist eben das Schicksal. Je freier, desto mehr Entscheidungen und Verantwortung, desto mehr Wissen, aber auch Fehler aus denen man lernen kann um zu wachsen...
Der ‚ZIG-Status’ hält bisher auf alle Fälle viele Überraschungen offen und meint es doch sehr gut.
Musste ich viele Entscheidungen treffen in letzter Zeit, ‚drüber schlafen’ oder doch erstmal auf die lange Bank schieben, steht und stand diese eine doch von Anfang an fest. Meine Rückreise, gefestigt durch Vertrag, Ticketbuchung, etc pp.
Das Resümé kommt noch, keine Sorge;), aber ich möchte doch darauf hinweißen, dass irgendwie mal alles wieder in Stress ausartet (ich weiß, selbst inizitiert), wobei mir der Stress doch auch unendlich viel Spaß macht. Dh. Nicht, dass ich es super finde mir die Nacht um die Ohren zu Hauen, wie jetzt, aber ich müsste es ja nicht und darin liegt der Punkt: Ich habe mich entschieden, nehme es selbst in die Hand und übernehme die Verantwortung! Nicht, dass das etwas Neues ist, sonst hätte ich hier nichts verloren und wäre ja auch gar nicht hier, aber nichtsdestotrotz, tut es gut zu wissen, dass ‚man selbst Schuld ist’. :)Und vllt genieße ich dadurch auch jede Sekunde mehr und mehr, sauge alles in mich auf und hoffe, dass nichts verloren geht. Klingt nicht so, als hätte ich hier viel gelernt aus Indien, punkto Hinahme und wie wird Stress eigentlich geschrieben? ;) ... wer weiß...
Manche Dinge ändern sich nie, manche Dinge erst nach einigem Zeitraum, andere sofort!

Wie Ihr an meinen neuen Einträgen seht, bin ich irgendwie auch in die Routine geraten;)

ps.: jaja, Gedankengänge des Gehirns...;)

Montag, 9. Juni 2008

Kathakali

Da ja selbst in Bangalore ab zwölf tote Hose ist, beschlossen Marianne und ich nach unserer Sightseeing und Shoppingtour uns der Kunst zuzuwenden...11/2 Stunden Sang- und Klangspiel! Während zwei Trommler den Rythmus vorgaben, celebrierte ein Sänger ein traditionelles Göttergebet. Wunderbare ‚Gute-Nacht’-Musik – da fielen Marianne doch gleich die Augen zu ;))Drei andere Schauspieler celebrierten die Götteranbetung mit ihrem Tanz, Gestik & Mimik.
Ja, alleine durch Gestik & Mimik wurde die Story erzählt. So habe ich wahrscheinlich mehr verstanden, als wäre das Ganze auf Malayalam gewesen. Ein traditioneller Tempeltanz aus dem 2.Jahrhundert: Disziplin in völligem Kontrast stehen zu kunterbunten Gesichtsbemalungen & ausladend sowe reichhaltig verzierten Kostümen: ‚Meditation transform the actors both physically and mentally into the gods, heroes and demons they are about to play’ – muss ich mehr sagen :)

Cochin und ‚umzu’

Fertig eingepackt befinde ich mich gerade in meinem Nest – das sogar dopplet und dreifach! Das Moskitonetz fachmännisch um mein Bett herum gestopft, habe ich ich nun endlich Ruhe vor diesen Biesterb; trotz Antimückencreme, Antimückenräucherstäbchen, nicht zu vergessen die Gekos, haben sie mich doch alle mal wieder erneut heimgesucht.
Das Bett befindet sich in meinem Zimmer, jaaa :). Das Zimmer auf meinem Hausboot – zumindest für 24Std.en :). Nach eine Tag Sightseeing in Fort Cochin, einer Insel bzw. eigentl erstreckt sich Cochin über mehrere Inseln, aber dies hier ist der älteste Teil (wunderbarem Frühstück über dem Meer, Besuch der chinesischen Fischernetze, gefolgt von der St. Francis Kirche (Begräbnisstätte von Vasco da Gama, allerdings nur die ersten 14 Jahr + erste und älteste europ.e Kirche Indiens), einer geschlossenen Synagoge und einem ebenso geschlossenen ‚Dutch palace’) fuhren wit heute morgen nach Allepey mit festem Entschluss die daraufdolgenden 24 Stunden auf einem Böötchen zu verweilen – gesagt, getan! Eine absolut herrliche Landschaft mit kleinen Kanälen bis größeren Seenplatten erwartete uns. Ruhe, nur durchbrochen von zirrpenden Lauten, Vogelrufen und Entengeschnatter & ähh ja, später dem Gesumme der Mücken. – Aber was ich ausdrücken wollte: absolute Ruhe in diesem Wasserreich, dass von Inseln mit Reisfeldern und Häusern aufgefädelt wie Perlen an einzelnen Schnüren, die wie eine Bodüre dieser Felder eingefasst waren. Bunte Perlen an der Waterkant! Von sonnengelb über hibiskusrot bis oceanblau und plamgrün. Ebenso farbenprächtig blitzen einige dunkelbraune Teints unter einfachen, aber in allen vorstellbaren Formen gemusterten bedruckten Saree’s hervor. Gegen späten Nachmittag kamen die Kinder hinzu; angefahren mit ihren Schulbussen, den Kanalfähren, hatten sie sich auf den Heimweg gemacht. Männer, alte und junge, vollendeten das idyllische Bild. Arbeitend auf Reisfeldern oder beim Bau neuer Boote. Frauen hingegen saßen auf den Stufen vor ihren kleinen Häusern, die hinunter zum Wasser führten und wuschen ihre Wäsche.
Na, Lust bekommen auf Kerala? Nichtseinfacher ;) – im Moment befinde ich mich auf dem Rückflug nach Bangalore (man kann also auch hinfliegen:)). Nach einer sehr erholsamen Nacht, ‚Käpten Helga’s’ Einfahrt in den Heimathaven (ein kleiner Anlegeplatz vor einer Fischerhütte eines Seitenkanals), dem erneuten Besuch Fort Cochin’s mit erfolgreichem Besuch des ‚Dutch Palace’, einem Sapziergang auf der Promenade des Forts am Meer und außerordentlichem guten Essen auf der Dachterasse mit Blick auf den verregneten Ocean (der Monsun ist hier nämlich in vollem Gange...hatten wir die ersten zwei Tage einigermaßen Glück, regnete es heute ab Mittag in einem durch). Dh. Die Tage hatten wir zwischen 80-100% Luftfeutigkeit, aber zurück zu meiner Werbung für Kerala: Monsun muss man schließlich auch mal erleben & Nebensession heißt ! in diesem Fall 1/5 des normalen Preises für einen Hausboottrip. Für ca. 20 Euro p.Person (inclusive drei Mahlzeiten + Snacks, drei Serviceleuten + eben Übernachtung und Tour) ein einmaliges Abendteuer in den Backwater’n Kerala’s. Achso ja, neben meinem Steuermann, war ich noch Angler & kochen habe ich auch gelernt!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Slumimpressionen

"Lass' und jetzt nach Hause fahren!" - Damit meinte Katharina nicht etwas unser huebsches Hotel hier in Kolhapur, nein, das war doch tatsaechlich auf die CBS-DEWATS Anlage in einem Slum von Kolhapur gemeint! :) (Es folgt ein kleiner weiterer spezieller Einblick in meine Arbeit; zZ als Producerin fuer ein deutsches Filmteam bestehend aus Katharina und Christiian))

IRGENDWANN DEMNAECHST, DIE PFLICHT RUFT

Mittwoch, 28. Mai 2008

Royal Challenger

tttttzzzzzzzzzzzzssssssssssssccccccccccccchhhhhhhhh - beng - ooooooooooaaaaaaaaaaaaahhh - zack - yyyyyyyyyeeeeeeeeeaaaaaaaaaaahhhhhhhhhh
Unter den Jubelnden war eine der Stimmen meine - wohl defintiv nicht hoerbar, denn die anderen Zuschauer waren weitaus enthusiastischer - aber immerhin:)
Ueberraschend und fast noch nicht wirklich glaubend sass ich letzten Montag abend mit rotem "Royal Challenger" - T-shirt im Kircketstatdion von Bangalore! Das oben uebrigens die laute, wenn der Werfer den Ball Richtung Schlaeger schmeisst! ;) Ich sass also im Stadion und sah mein erster Livematch: Dehli Darevils vs Bangalore Royal Challenger dr neuen Nationalliga!
Spielte sich das Ganze bisher nur auf Bundeslandebene ab, hatten sich einige der indischen Millionaere bzw Milliadaere ueberlegt Teams auf Laenderebene auf die Beine zu stellen(die Premier League India 2008); Acht Mannschaften an der Zahl. Maharastra an der Spitze, waehrend Bangalore die Liste von hinten anfuehrt!
Teresar hatte wohl ganz recht, als sie meinen Einstand betitelte indem sie sagte, es waere so, als ob man am Ende des Siddha & Rama Drama's fragen wuerde, waer denn Siddha & Rama seinen;) Jaja...nachdem ich naemlich am Anfang die Spielregeln erklaert bekommen hatte, wusste ich was ein 'over' ist, wie viele es davon gibt etc. und beim Spiel bekam man alles dann ja schoen mit - es entging mir jedoch glatt das Ende des Spiels:)!
Gut, da Bangalore erwarteterweisse verloren hatte und man auch sonst nicht die Begeisterung, wie man sie fuer ein Team der deutschen Nationalliga vorfindet, fand(wie gesagt, dass ist alles etwas sehr neues - die Anfeuerung einzelner Spieler stand mehr im Vordergrund), kam es, dass die Begeisterung nach diesem letzten Ball auch nicht anders war als davor...da ging s doch glatt unbewusst an mir vorueber, denn es gab ja eigentl noch vier weitere Punkte auzuholen - Nun zu Siddha & Rama: Ich fand also am Ende heraus, dass man bei einem Wurf nicht nur zwei, sondern bis zu sechs Punkten machen kann, je nachdem in welchem Kreis der Ball von der werfenden / gegnerischen Mannschaft gefangen wird! Tja, was soll man sagen??? ;)
Aber letztendlich (quasi im letzten Moment herausgefunden) weiss ich es und werde es bestimmmt auch nie mehr vergessen.......:)