Donnerstag, 29. Mai 2008

Slumimpressionen

"Lass' und jetzt nach Hause fahren!" - Damit meinte Katharina nicht etwas unser huebsches Hotel hier in Kolhapur, nein, das war doch tatsaechlich auf die CBS-DEWATS Anlage in einem Slum von Kolhapur gemeint! :) (Es folgt ein kleiner weiterer spezieller Einblick in meine Arbeit; zZ als Producerin fuer ein deutsches Filmteam bestehend aus Katharina und Christiian))

IRGENDWANN DEMNAECHST, DIE PFLICHT RUFT

Mittwoch, 28. Mai 2008

Royal Challenger

tttttzzzzzzzzzzzzssssssssssssccccccccccccchhhhhhhhh - beng - ooooooooooaaaaaaaaaaaaahhh - zack - yyyyyyyyyeeeeeeeeeaaaaaaaaaaahhhhhhhhhh
Unter den Jubelnden war eine der Stimmen meine - wohl defintiv nicht hoerbar, denn die anderen Zuschauer waren weitaus enthusiastischer - aber immerhin:)
Ueberraschend und fast noch nicht wirklich glaubend sass ich letzten Montag abend mit rotem "Royal Challenger" - T-shirt im Kircketstatdion von Bangalore! Das oben uebrigens die laute, wenn der Werfer den Ball Richtung Schlaeger schmeisst! ;) Ich sass also im Stadion und sah mein erster Livematch: Dehli Darevils vs Bangalore Royal Challenger dr neuen Nationalliga!
Spielte sich das Ganze bisher nur auf Bundeslandebene ab, hatten sich einige der indischen Millionaere bzw Milliadaere ueberlegt Teams auf Laenderebene auf die Beine zu stellen(die Premier League India 2008); Acht Mannschaften an der Zahl. Maharastra an der Spitze, waehrend Bangalore die Liste von hinten anfuehrt!
Teresar hatte wohl ganz recht, als sie meinen Einstand betitelte indem sie sagte, es waere so, als ob man am Ende des Siddha & Rama Drama's fragen wuerde, waer denn Siddha & Rama seinen;) Jaja...nachdem ich naemlich am Anfang die Spielregeln erklaert bekommen hatte, wusste ich was ein 'over' ist, wie viele es davon gibt etc. und beim Spiel bekam man alles dann ja schoen mit - es entging mir jedoch glatt das Ende des Spiels:)!
Gut, da Bangalore erwarteterweisse verloren hatte und man auch sonst nicht die Begeisterung, wie man sie fuer ein Team der deutschen Nationalliga vorfindet, fand(wie gesagt, dass ist alles etwas sehr neues - die Anfeuerung einzelner Spieler stand mehr im Vordergrund), kam es, dass die Begeisterung nach diesem letzten Ball auch nicht anders war als davor...da ging s doch glatt unbewusst an mir vorueber, denn es gab ja eigentl noch vier weitere Punkte auzuholen - Nun zu Siddha & Rama: Ich fand also am Ende heraus, dass man bei einem Wurf nicht nur zwei, sondern bis zu sechs Punkten machen kann, je nachdem in welchem Kreis der Ball von der werfenden / gegnerischen Mannschaft gefangen wird! Tja, was soll man sagen??? ;)
Aber letztendlich (quasi im letzten Moment herausgefunden) weiss ich es und werde es bestimmmt auch nie mehr vergessen.......:)

Auf den Spuren Bengalooru's

'Paytay/Kotay/Keray/Tota'
Gleich nach meiner Pilgerfahrt stand Sonntag morgen der naechste Punkt auf meinem Programm: City Walk des Max-Moeller-Bhavan Institut!
Das besondere dabei: Diese Tour beschaeftigt sich mit der Geschichte Bangalore's bzw. den Veraenderungen der Metropole
Der Bonus: Wir haben einfach mal so 70 Leute auf der Warteliste uebersprungen ;)
Die Stadtfuehrer: Ein Geograph, eine Stadtplanerin und eine Art Kulturwissenschaftler
Der negative Punkt: Eine zu grosse Teilnehmergruppe :)
Das Highlight: Mit 50 Leuten + 50 Kameras Wege zu versperren ( + wir waren ja schliesslich die einzigen Deutschen:) - 1km mit dem Bus zurueckzulegen statt 500m zu Laufen und das mehrmals)
Die Tour:
Der Dharmaraya Temple
Wiedermal der Citymarkt-hier speziell der Blumenmarkt mit einer Lotusblüte für mich:)

Immernoch Citymarkt-nun der Gewürzmarkt


Überbleibsel des Forts von Bangalore

Tipu's Palace

Freitag, 23. Mai 2008

Nahe der Todsünde

Gestern abend ist es mir doch tatsächlich passiert...
Nach langem Meeting ging es ab mit hunrigen Bäuchen und durstigen Kehlen ins Sherlock Holmes!
Gemütliche Rund mit sieben Leute und interessanten Gesprächen, während die 'Paneer Pakoda', 'Chicken Manchurian', 'Veg Pakoda', und 'Pea nut Masalla' unsere Mägen füllten und der der erste Pitcher schon längste gegen Nachschub ausgetauscht war!
Auf dem Rückweg vom dem 'her'-Örtchen wollte ich galant sein und nicht drei Leute dazu bewegen wegen mir aufzustehen(ich saß am Ende der Stuhlreihe) - also zack zack jung und beweglich rasch (der vordere Tisch war frei) über zwei Stühle geklettert um an meinen Zielort zu gelangen...und DA war sie die Sünde...na' habt Ihr sie geraten?

Ich habe ein bisschen gebraucht und wohl ziemlich verdutzt drein geschaut, als Roland und Tresar mich daraufhin aufmerksam machten...

Machen wir doch mal wieder ein Quiz draus :)

Welche Todsünde hier in Indien habe ich begangen bis ich wieder auf meinem Platz saß???? Spielt doch einfach mal selber Sherlock Holmes...der hätte mich wahrscheinlich nachverfolgen und identifizieren können! :)

Donnerstag, 22. Mai 2008

Straßenhunde

Mistige Köter, Reudige Hunde, Nichtsnutze & Ungetümer (ausgenommen, der der unser Büro bewacht :))

Aus biologischer Sicht betrachtet, hatten diese Hunde ihren Nutzen im Ökosystem, ihren Platz und ihre Rolle in der Nahrungskette( – hatten???).
Aber so wie es die Menschen in die Stadt treibt, ist es auch mit den Hunden. Ihre Aufgabe hier: Die Straßen ‚bewachen’ (faul an den Ecken rumliegen), die Mülltüten klauen und sich ihr Essen beschaffen. Das wiederum könnte man vielleicht als ihre neue Nische beschreiben – Müllsammler!
Wie auch die Kühe als (biologischer und wer weiß wer noch alles Müllverzehrer dienen, tun es auch die Hunde; quasi natürliche biologische Abfallverwärter! Spricht man bei uns davon, dass in einer Stadt doppelt soviele Ratten wie Menschen leben , könnte man hier wohl sagen doppelt so viele Ratten wie auch Hunde(Insekten sind jetzt mal außen vor) im Vergleich zu Menschen. Vielleicht sind die Hunde auch da um die Ratten im Zaume zu halten, da diese sich hier unendlich (wenn sie das nicht eh schon tun) vermehren würden – aber ich glaube es nicht, dann dazu sind se einfach zu faul!

Manchmal sind sie hingegen alles andere als faul!!!!!!!!!!!!grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

Sind diese Köter tagsüber höchstens hinter einer Fliege her (Müllbeutel als ‚Unlebewesen’ ausgenommen), kommt nachts die dunkle Seite zum Vorschein...Agressive kläfende beißende Köte, die auch vor Motorrädern und Rickshaws nicht zurückschrecken – einzeln oder in Rudeln durchqueren sie nachts Ihr Revier
-Roland musste einen zB schon mal einen während dem Fahren von seinem Motorrad treten (ich schätze Tollwut)
-Wütend bellend rennen sie nachts auf Dich zu (stoppten glücklicherweiße 2m vor mir) um Dir den Weg zu versperren; da soll man mal keine Angst beim Weitergehen zeigen
-Doch auch am Tage ist mir folgendes passiert: Mit zwei großen Taschen(in denen kein Essen war) hatte ich mich aufgemacht...angerannt kamen sie und sprangen an mir hoch! Gott sei Dank kam eine Frau, die die Hunde fütter und verscheuchte sie. Dabei erklärte sie mir, dass selbige dachten ich seie ein Dieb! – Untrainierte Straßenköter – wat n dat???

Dienstag, 20. Mai 2008

Pilgerfahrt

Versuchen wir mal demonstrativ den Tag in positive und negative Aspekte aufzuteilen ->let’s see :)

-wenig Schlaf in der Nacht -> Angst den Wecker zu überhören(ich glaube so langsam gibt mein Handy den Geist auf :( ) (-)
-Aufstehen um 4Uhr morgens (2*-)
-Heavy Duty hat mich im Stich gelassen; wollte partout nicht anspringen (-)
-Der Nachtwächter, der Herzensliebe, sprang aus seinem Halbschlaf empor (Heavy Duty mag ihn wohl lieber) (+)
-Aufgeschwungen, Gas gegeben, 1km später stehen geblieben -> Wusste ich doch, dass es am Benzin lag (-)
(Heavy Duty Story 3:
Liebes Office-Personal,
Auch mir ist bewusst, das Heavy Duty keine Tankanzeige hat und dazu der Reservetank da sein sollte… ABER – Bitte, bitte spart das nächste Mal nicht daran 100-200 Rupie (Ihr bekommt sie ja eh wieder zurück) präventiv auszugeben!!! Denkt bitte an das arme kleine Mädchen, dass nicht schon wieder irgendwo stehen bleiben möchte – nicht bei Tage und morgens um 5Uhr schon gar nicht! Die letzten Male habe ich es gerade immer noch so zur Tankstelle geschafft – diesmal nicht (abgesehen davon, dass sie zugehabt hätten)...Geht in die Präventive!!! )
-Nach kurzem Dauerlauf (hihi...geniale Wortkombi – macht das Sinn???) einen ehrlichen Rickshawfahrer gefunden, der von sich aus 1½ (vor 7Uhr und nach 21Uhr) haben wollte ->ich hatte mich schon auf Diskussionen und einen doch doppelt so hohen Preis eingestellt (eindeutig +)
-nach Bussuche und Kaffee (ohne Zucker – yeahhhpiyeaaahhhh)(+) Abfahrt nach Belur mit verbrannter Zunge
-durchgeruckelt und –geschüttelt mit ein wenig Schlaf mehr sogar noch vor dem Zeitplan Belur erreicht (+)
-eine sauber Toilette (darüber könnte ich mich demnächst auch noch auslassen...Sanitäre Probleme der Frauen beim Reisen, oder so –ich sach’ Euch...) gefunden und den Channekeshava Tempel (+)
-piepend durch die Schranke gelaufen, diesmal gab’s sogar Kontrolle – Folgen von Jaipur???
-einen super netten Touristenführer mit gutem Englisch angeheuert (+) -Jede Menge über Hoysala Dynastie dazuglernt – viel viel erklärt bekommen und nicht einfach so vom Blatt runter (+) (das fing an bei der Geschichte und dem Bau der Temple wie auch dem derzeitigen König über Göttergeschichten bis hin zu Schönheitsidealen und Opfermethoden) und nebenbei die herrlichen Tempel aus dem 12 Jahrhundert bewundert: Von Tänzerinnen in Stein gemeißelt über Karmasutrafiguren bis hin zu den Tieren und last but not least den Göttern; Im Gegensatz zum Tempel in Somnathpur, wie auch dem nächsten Temple, war dieser der einzige, der sich noch in Betrieb befand! (+)
-Schnell noch ein paar Tips geholt, wie ich den am Besten meine Tour weiter machen kann und zurück am Busstand gerade im letzten Moment aufgesprungen in den Bus nach Halebid (+)
-Mir nun auch ohne Führer in aller Ruhe den Hoysaleswara Tempel angeschaut, der eigentlich der Haupttemple werden sollte, doch nie vollendet wurde! Von einem Garten umgegeben indem die Inder alle gerade Ihr Mittagspause machten und mit Blick auf einen Fluß! (+)
-Rechzeitig nach Vohrinfo am Busplatz eingefunden und weiter durch das Hinterland geholpert (+)
-Nach 1 Stunde in Hassan angekommen und mich von da weiter auf den Weg Richtung Bangalore aber mit Zielort Channarayapatna gemacht, denn dort musste ich nach Sravanabeloga umsteigen! Durch Schlafrunkenheit beinahe den Umstieg verpasst (-)
-Sravanabeloga erreicht und mich weiter auf den Weg gemacht; Ziel: ‚Atop the bald rock of Vindhyagiri Hill, the 17.5m-high-statue of Jain deity Gomateshvara (Bahubali), said to be the world’s tallest monlithic statue (...) (+)The statue’s simplicity an serenity is in complete contrast to the complexity and energy of the sculptural work at Belur and Halebid temples’. – Um da aber erstmal hinzukommen ging es 614 in Stein eingemeiselte Stufen hinauf unzwar Barfuß
-Nach 60-75° steilen Aufstieg -> Regen (-) Ein paar Bilder geschossen, das Gröbste abgewartet und mich an den Abstieg gemacht -Noch schnell einen Jain-Temple besucht und den Bus erwischt, der gerade bei der Abfahrt war unzwar 10!!!min zu früh!
-Nach weiterem Umstieg in Channarayapatna mich in einen Bus auf nach Bangalore gemacht: War der Tag doch ziemlich still, sollte sich das defintiv ändern! Eine Kindergruppe (7-18Jahre) hatte ¾ des Busses belegt und mich zum Highlight erklärt :) Es wurden also die schnell im Englischsommercamp erlernten Kenntnisse hervorgeholt und am lebenden Objekt getestet! Nachdem mein Bauch schon völlig durchlöchert war (ich aber auch ganz gut zurückgelöchert habe;), wobei einer gegen 15??? :), stand Photoshooting an! Nach kurzem Busstopp und einrechender Dunkelheit passierte mir eines der Erlebnisse, die ganz on top stehen: Kinderstimmen, die mit vollem Gefühl indische Mantras singen!!! (+++) Die Krönung einer erfolgreichen Pilgerfahrt (das im wahrsten Sinne des Wortes) (mir ist sogar aufgefallen, dass ich nur Obst gegessen habe:)) in der die positiven Aspekte eindeutig überwogen! Incredible!!!!!!!!!!!!!

Donnerstag, 15. Mai 2008

Weitere Studien...

Ich habe/hatte einen neuen Mitbewohner...Mr.X aus Nagpur! Nachdem mich Meike und Dominik verlassen hatten, besuchte mich überraschenderweiße früh morgens am 1. Mai einer unserer Fahrer und Mr.X. - Touwabouh..sach’ ich da nur!
Mr. X ist süße 20Jahre, quasi frischgebacken Diplom-Ingenieur...das geht hier ja alles sehr viel schneller;) –nein, aber verglichen mit unserem System muss er eine Art Techniker sein, Diplom steht hier unter Bachelor! Aufgeweckt, jung, munter und wollte gar nicht mehr aufhören zu schnacken, während ich im Schlafanzug und Handtuch gegenüberstand! Wäre der gute länger hier, dh. Würde der Lehrgang für unsere neuen Ingenieure nicht nur 1 1/2 Woche dauern...könnte ich anfangen ein Buch zu schreiben:)! Zwanzig Jahr, blondes Haar – ähhhh, nein, nicht so ganz;), aber nunmal im Ernst: Ich habe mir ja schon so meine Gedanken gemacht bzw sie kamen einfach zwangsläufig...(keine Details nur ein paar Stichworte)
Und ich habe herausgefunden...
- Inder brauchen Familie immer und überall -> Selbstbeschäftigung ist ein Fremdwort
- Inder benötigen mind. Drei Mahlzeiten am Tage (zu festen Uhrzeiten) -> Ohne Homefood ist überleben schwer
- Türen werden abgeschlossen
- Trotz Langeweile kein Engagement was zu unternehmen (s. Punkt 1)
- Inder träumen doch von der großen Liebe-> Um seinen Partner ‚kennen’ zu lernen hat man meist einen Monat Zeit
- Ein Licht muss immer brennen, verlässt man das Haus-> Götter sollen immer Licht haben, bzw Geistern draußen bleiben
- Alleine sein ist das Schlimmste, was einem Inder passieren kann
- Auch innerhalb Indiens kann kann man in einem anderen Bundestart ein Ausländer sein
- Handy ist immer dabei und man ist immer erreichbar
- Inder lieben es sms mit Lobes, Freundschafts und Liebessprüchen zu verschicken -> Inder sind kitschig
- ‚Brot’ ist nur ein Snack, ebenso wie Salat und Obst -> ‚Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht’
- Große Klappen können manchmal ganz schön klein werden
- Inder glauben Bollywoodstories seinen wahr
- Heimkommen um 24Urh ist ‚tooooooooooooooooo laaaattttteeeee’
- Inder verstehen keine Ironie
- Sagen sie oft ja, ohne ne Ahnung zu haben, versuchen sie im Gegenzug Sachen, die sie wissen (egal ob die andere Person es weiß oder nicht) ausführlich zu erklären->Detailliebhaber vs Grünschnabel

Das indische Alter 20 kann man mit dem Deutschen nicht gleichsetzten! Reifegrade sind total verschieden! Schaut man sich das Sytem und die Kultur an, ist das dort alles verankert(Bei Anfragen gerne mehr dazu:) - Ich will ja keine Gerüchte verbreiten -> Hintergrundinfos sind recheriert und abrufbar)! Spreche ich von ‚Indern’ bezieht sich das meiste auf Mr.X, wobei ich in vielen Dingen noch mehr Bsp. Nennen könnte. Nichtsdestotrotz...
Ich möchte hier gar nicht wertend werden, nichts verallgemeinern oder kritisieren, bzw loben...sondern einfach einen kurzen Einblick geben, der die Unterschiede der Kulturen verdeutlicht...ein weiterer Blick indside, der mit den anderen persönlichen Eindrücken vllt langsam ein Bild aufkommen lässt...

Mittwoch, 14. Mai 2008

Apropo Erkältung...

Ich bin wieder gesund -> just for Info :)
But what I meeeeeaaaaaan...Spekulationen, Diskussionen: Man hat es mir wahrscheinlich angesehen, dass ich nicht ganz aufm Damm war...schlaflose Hustennächte taten ihr übriges dazu!
War die erste Frage meiner Kollegen meistens schnell mit einem ‚ja’ beanwortet, lautet die zweite meistens folgend: ‚Woher...?’ Tja, wenn ich das mal gewusst hätte! Also gingen die Diskussionen los. Virenübertagung von Rolands Grippe? Hatte die AC auf dem Zug nach Mysore ihr übriges getan oder war es doch die AC im Bus von Mangalore nach Bangalore gewesen? Das Highlight ging allerdings folgendermaßen: (In Mysore war ich aufgrund eines Projektes in einem kleinen Dörfchen mit unzureichender Wasserversorgung = bislang keine Geld für Brunnen vom Staat, etc. Es fand ein Gemeindeversammlung statt, in der über die Installierung bzw Implementierung weiterer Brunnen diskutiert wurde) – Dort, wie auch beim Mittagessen hatte ich also halbwegs ungefiltertes Wasser zu mir genommen und einer meiner Kollegen hatte die Idee, meine krächzenden Stimme (zu dem Zeitpunkt hatte ich noch kein Schnupfen, Husten, etc) käme von dem Wasser bzw was auch immer in dem Wasser war! :)
Ja, da kam der Frosch in meinem Hals wahrscheinlich her;)))))))))))))))))))))))))))

Fast Besser waren die Ratschläge zur Genesung:
- Warmes Wasser mit Salz *igitgit
- Heiße Milch mit Pfeffer *uaaahhhhh
- Heiße Milch mit Tumeric und Pfeffer *doppeltes uahhhhh
- Keine Nüsse essen *???
- Zu Hause bleiben *:)

Leute, Leute passt bloß das nächste mal auf und zieht Euch bei AC warm an!!! Wer weiß, was sich die Inder sonst noch einfallen lassen;)

Montag, 5. Mai 2008

Mangalore nordwärts-Karnatakas Küste ist erkundet!

Resultat: Ein Leave day, 34Stden in Bus & Zug, unendlich viele neue Eindrücke, volle Speicherkarten, der erste Tequila in Indien, Strand, Sonne, Meer, Manipal und ein neuer Freund

Und jetzt erstmal zu Anfang;) – eine Woche ist es nun her, als ich nach spontanen Urlaubstag wieder in Bangalore eintrudelte! Frabend ging’s mit dem NachtBus los nach Mangalore, Sa+So Erkundung der Küste von Karnataka, Mo morgen wieder zurück!

Ein vollgepacktes Wochende, dass ich meiner Lieblingsredakteurin Tina zu verdanken habe! An dieser Stelle ein herzliches Merci beaucoup, fühl Dich herzlich gedrückt! :) Ohne sie, hätte ich nie Mithilesh kennenglernt, der ein wunderbarer Reisepartner war und mit dem man plaudern konnte bis zum Umfallen!
Es hatte mich also in aller Frühe nach Mangalore verschlagen, wo ich auch gleich in Empfang genommen wurde und weiter ging’s zu zweit nach Manipal (2Stunden entfernt, dh. er ist extra morgens um 5:30am aufgestanden um mich abzuholen, wie gesagt, über Gastfreundlichkeit kann man sich hier echt nicht beschweren...)! In Manipal habe ich dann durch Zufall erstmal die JungJournalisten live bei der Arbeit erleben drüfen – Aufnahmen im Tonstudio standen an, bevor es nach Malpe ging: einem kleinen Fischerörtchen, lebhaft aber doch verschlafen! Mit dem Böotchen ging’s zur St.Mary’s island. Abgesehen, dass Vasco da Gama vor 500 Jahren dort gelandet sein soll – was heißt abgesehen;), er ist ja der Entdecker des Seeweges nach Indien:) Er wusste anscheinend jedenfalls genau, auf welches Fleckchen Indien er seinen ersten Fuß setzte...eine kleine Insel im indischen Ozean und fast für mich alleine:) Wunderschön und Atemberaubend!
Beside this...keine Touris, bzw nur groups of locals inspecting the curious hexagonal basalt rock formations that jut out of sand!


Nach leckerem Fisch Masala gings wieder ab nach Manipal, wo dann eine nächtliche Unigeländebesichtigung auf mich wartet!




Manipal besteht nämlich eigentl nur aus Studenten;) – 12000 an der Zahl! Da konnte ich es mir auch nicht nehmen lassen, trotz meiner Müdigkeit in einer der 4 Disco’s vorbeizuschauen(Zufällig war diese gerade auch noch im 1.Stock des Hotels, indem Mithilesh wohnt und auch ich mir für die Nacht ein Zimmer gemietet hatte :) und das erste mal hier in Indien die Nacht durchtanzen(ok, bis 3am, aber das ist ja schonmal ein deutlicher Fortschritt)!

Sonntagmorgen machten wir uns auf zur Puja, also genau genommen zum Krishna Tempel in Udupi –
aus dem 13Jahrhundetr, umgeben von acht Klöstern. Für mich aber das erste Mal, dass ich morgens einen Tempel besucht habe und live bei den Puja’s(quasi dem Gebet und der Götteropferung) der Pilgern dabei war – Männer durften übrigens nur oben ohne;)

Nachdem ich dann mal wieder festgestellt habe, dass man sich hier echt nicht auf die Züge verlassen darf, hatten wir es anschließend mit 2stündiger Verspätung geschaft und das nächste Ziel erreicht Gokarna!!! – Schon sehr nahe an Goa gelegen...und eines der Beachparadiese Karnataka’s! Dank der Nebensession konnte man die Urlauber an beiden Händen abzählen und Dank dessen fanden wir auch in diesem total verschlafenen Nestchen ein altes aber sehr fürsorgliches Hausmütterchen, bei der wir uns gleich untermieteten.
Obwohl der Strand direkt vor der Haustür lag, wollten wir doch gerne den Om-beach discovern. (apropo...syr für meine Englischen Einwürfe; mit Erschrecken habe ich eben wieder festgestellt, dass ich einfach auf englisch gedacht hatte und es niederschrieb...Ich wäre wohl eigentl die erste, die die Übernahme und Einbindung englischer Wörter in die deutsche Sprache strickt vermeiden und bekämpfen würde – aber ich hoffe in dieser Lage verzeiht Ihr es mir...*hundeblick* ;) ) Mithilesh hatte also von seinen Freunden den Tip bekommen sich auf zum Om-strand zu machen. Da ich ein bissche Bewegung wollte, fing ich also an Ihn die Berge hoch und runter zu scheuchen:)! Die beschrieben halbe Stunde war allerdings durch Abkommen vom Wege und nachfolgendes Klettern auf den Felsen, etc nicht einzuhalten, aber nachdem wir schließlich den Weg zum Kudle-Strand gefunden hatten, mich meine Pfadsuche über zwei weitere Berge geführt hatte, waren wir schließlich noch vor Sonnenuntergang am Ziel gelandet...
Da vergess’ ich auch gerne, die Busfahrt am nächsten Tag und meine durch AC hervorgerufene Erkältung! – Neben dem Austausch mit einem nahezu gleichaltrigen Inder, Schweißausbrüchen in dieser Schwüle noch und nöcher, Ananas fritté, unglaublicher Landschaft, hänge ich nahezu gerne rum ohne ein Wort sprechen zu können;)

Freitag, 2. Mai 2008

Mekedat'u


Eine weiterer Wochenendausflug irgendwo im nirgends

Überquerung des Flusses (Kniehöhe:))


Weiterfahrt mit diesem Bus; einzige Wahl!

Die berühmten Wasserfälle (vllt hätte man im Monsun hinfahren sollen:))


On the way back