Sonntag, 30. März 2008

Resümee

Ein Resümee? Was ist das eigentl.? Genaugenommen würde ich es wohl als „Das Abwägen von positiven und negativen Aspekten im objektiven Sinne (subjektive seperate Beurteilung nicht ausgeschlossen)“ beschreiben, „Eine Aufzählung, die die vorher genannten objektiven Aktivitäten, Beobachtungen und Ereignisse in Ihren Hauptaussagen zusammenfasst und subjektiv bewertet“ – Puhhh, oder vielleicht doch einfach als „Mein Zwischenergebnis bzw Zwischenresultat“! :)

„Zwischenresultat“ –da wären wir schon beim Thema...3 Monate bin ich nun hier, 3 weitere werde ich noch hier sein! Ist die Hälfte meines Indienaufenthaltes nun schon fast vorbei, fühle ich mich doch manchmal hier als wäre ich gerade angekommen...
Es ist immer noch sehr laut, bunt chaotisch und verrückt, aber liebenswert! Nichts ist so, wie man es erwartet und ist man aus der Haustür raus und betritt die Straße fängt das „Ganze“ an!
Drei Monate sind es nun schon, die ich hier auf Bangalorischen Boden verbringe und mir die indische Luft um die Ohren säuseln lasse – der reine Wahnsinn!
Wer weiß schon, was auf einen in den nächsten drei/sechs Monaten zukommt...selbst wenn ich hier in ein buntverhangenes Zelt mit einschläfernden Kräutergerüchen gehen würde und mir meine Zukunft vorraussagen lassen würde – wer weiß es schon!
Ich wusste es nicht vor drei Monaten, als ich mich mit freudigen, frohlockendem, etwas traurigen, doch aufgeregt hüpfenden und erwartungsvollem Herzen in den Flieger setzte! Und ich weiß es auch jetzt nicht, wo ich doch nun schon die Hälfte meines Auslandaufenthaltes hinter mir habe und mich ein gutes Stück weit eingelebt habe! Ja, dass kann ich wohl defintiv sagen: Ich habe mich eingelebt in diese „neue Welt“! Inwieweit, das kann ich selbst nicht beantworten – wer weiß schon wo die Skala anfängt und wo sie aufhört? Aber ein gutes Stück weit trifft sehr wohl zu. Und doch ist manchmal immer noch alles ganz neu und fremd...Neue Geschmäcke, Gerüche, Gebräuche und Sitten dieser indischen Kultur, die ich doch versucht habe ein Stück weit zu durchdringen! „Ein Stück weit“ ist es mir wohl auch gelungen: Ich habe mich an dies&das gewöhnt, habe das ein oder andere missen, aber auch schätzen gelernt und fühle mich nicht mehr als vollkommen fremd! Sehe ich in der Innenstadt Ausländer, denke ich mir, ja, Ausländer bist Du auch, aber Du bist kein Fremder mehr, wie die Kurz-Urlaubtouris. Du gehts deine fünf Tage in der Woche arbeiten, hast deinen Spaß dabei und weißt nun auch wo der Hase lang läuft, welche Prozedere Du beachten musst und kennst einige der Macken, bzw Besonderheiten:) gewisser Mitarbeiter. Du arbeitest dein Programm ab, bekommst immer mal wieder unerwartete Aufgaben zwischengeschoben und ab und an das ein oder andere Bonbon. Du kennst einige Shops zum grundlegenden Einkaufen und weißt mittlerweile wie man an die Handelei herangehen muss und worauf man achten sollte. Am Wochenende erkundest Du die Umgebung, machst Ausflüge oder lässt Dich von der städtischen Atmosphäre einfach mittreiben, guckst hier und da und lernst das indische Leben besser kennen. Du tappst auch nicht mehr in jede Stolperfalle und einige Sitten sind ganz natürlich geworden.
Sicher geh’ ich durchs Gelände mit offenen Augen und gespitzten Ohren!
Doch gerade dadurch, dass hier meistens alles anders ist als erwartet und man nichts planen kann, bzw. es sowieso immer anders des Weges daher kommt, ist es aber auch so, dass ich nicht sagen kann, wie sich die nächste Hälfte hier entwickeln wird. Die Gegensätze dieses Landes sind einfach enorm. Das ist auf der einen Seite nicht immer ganz leicht und ich brauchte/brauch meine Zeit um damit klar zu kommen, doch auf der anderen Seite ist Indien eben noch ein Schwellenland! Alles in allem auf alle Fälle eine durch ihre Vielfalt und immensen Ausmaße fast noch „ganz“ neue Welt, die ich dabei bin jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde zu erkunden und soviel wie möglich versuche davon in mir aufzunehmen!
Und ja, es ist wahr – „Diese Welt spielt sich zum größten Teil auf der Straße ab!“ :)

Heavy Duty!

Unglaublich, aber wahr! So heißt mein neuer fahrbarer Untersatz!
Ok, was heißt „mein“...es ist ein Projektroller von CDD, der mir nun freundlicherweißer nach den Dienstzeiten zur Verfügung gestellt wurde...tadatadatada...:) – ich stelle vor: „Heavy Duty“

– ein Urgestein der Vorzeit, unkaputtbar und unverwüstlich!!!



Mein Two-Wheeler und ich!

Story N.1:
Nichts böses im Sinne, durchquert eine Fahranfängerin, die erst kürzlich ihren indische Führerschein gemacht hat, die Straßen Bangalore’s auf der Suche nach besten Schnäppchen und stilvollem Klimbam für’s neue Officetrainigscentre(Gästhaus). Ach, tralilala, ist das nicht ein schöner Tag? - Sonnenschein im Überfluss, mal wieder shoppen auf CDD Kosten und ENDLICH mobile! Einmal rechts, einmal links und wieder rechts – Commercial street schon in Sicht. Im Schlenker die beste Lücke vor der Ampel gesucht und weiter geht’s. Links am LKW vorbei und .... uppppssss, rausgewunken von einem indische Polizisten...Fahrzeugpapierkontrolle! Führerschein, Fahrzeugschein, Versicherungsnachweiß und Abgasprüfung – kein Problem, versteckt unter dem Sitz! Mit einem Lächeln übergeben und abgewartet...nach leider schon allzu kurzer Zeit die bedauerliche Erkenntnis(nach vielfacher Prüfung), dass die Kopie des Versicherungsnachweißes leider Ende 2007 abgelaufen war... Ionen geben blitzschnell Funken in dem Gehirn der zu dieser Zeit verunsicherten und nervösen „Ertappten“ weiter...what to do? Voller Tagesplan und keine Zeit – Bestechung? Fahrerflucht? Vortäuschen des Englischen nicht mächtig zu sein? Mit der deutschen Botschaft drohen?
Der etwa genauso große indische Beamte mit schon wahrnehmbaren Bauchansatz hatte da allerdings andere Pläne: Führerschein als Pfand gegen gültigen Versicherungsschein! Zweifel, dass der Schein im Office vorhanden sei, bestanden keine, doch die liebe gute Zeit..nicht auszumalen, wie lange das ganze Prozedere dauern würde...Auf die Nachfrage hin, ob der Scooter nun am Straßenrand stehen bleiben müsste, ein überraschendes Nein! Wie ich denn dann ohne Führerschein fahren sollte? Nein, den müsse er einbehalten! Ja, aber, was, wenn ich nochmal angehalten werde...? Kurzes Zögern, Überlegen – mit grimmigen Gesicht Rückgabe der ganzen Papiere ;) – Eingesteckt, augesetzt und losgedüst, bevor er sich’d doch nochmal anderes überlegt! Mit dem Schrecken davongekommen, wie man so schön sagt!

Story N.2:
Der nächste Tag, die gleiche Fahranfängerin, Heavy Duty(in der Hauptrolle) und wiederum shoppen für’s Trainingscentre.
Nach erfolgreichem Einkauf sollte es weiter gehen auf der Straße des Konsums. Auf den Sattel und los...ähh, aber stop: Kickstart mit links und kein Aufheulen des Motors? Kickstart again..., Kickstart, ein- und ausschalten, Kickstart, Kickstart, ein aus, absteigen, Kickstart mit dem anderen Fuß – nichts! Vielbevölkerte Einkaufsstraße und schon die ersten Zuschauer, die sich freudvoll an dem Spektakel beömmelten...Aufsitzen, Kickstart – nichts! Hilflose Blicke nach rechts und links – nichts! Sprit vorhanden, erneute Versuche! Ein Gefühl, wie bei der Grundi bei den zahlreichen Versuchen, die Motorkettensäge doch nun endlich in Gang zu bekommen...Nach einer halben, eigentlich einer ganzen Ewigkeit, hatte sich dann doch einer der erntertainten Passanten ein Herz genommen, der ungewollten Entertainerin aus der Patsche zu helfen! Das ganze passierte an diesem Tag(bei unzähligen auf und ab’s) ein zweites und ein drittes mal! Das zweite mal mit Selbsthilfe, dass dritte mal mit dem Erfolg die letzten paar hundert Meter schieben und rollend nach Hause zu kommen...da halfen leider auch die Anschübe des kleinen Jugend nichts....

Vorzeichen? Andeutungen? Sollte man daraus irgendetwas lesen können? Oder einfach Ironie des Schicksals???

Mein Haustier!

Naaa....??? Irgendetwas erkannt? Vor Euch seht Ihr die Spuren, die mein neues Haustier hinter sich lässt...was ist das wohl?

- Man sieht es weder bei Tag noch bei Nacht!
- Man hört es nicht!
- Es hinterlässt keine unangenehmen Gerüche!
- Man kann es auch nicht streicheln!
- Es ist eigentl ganz langweilig und öde!
- es versorgt sich auch selbst mit Futter!
- Und ich habe es nicht eingeladen...!!!

Mittwoch, 26. März 2008

Srirangpatnam

Ein verlängertes Wochenende(eher außergewöhnlich Karfreitag oder ‚Good Friday’ hier in Indien frei zu haben) und wieder mal endlich ein Tagesausflug!
Der war auch bitter nötig, denn die Zeit war aus und ich musste raus! Mit dem Zug ging es diesmal bis kurz vor Mysore und mein Optimismus behielt recht: Hatten es morgens und während der Zugfahrt noch geschüttet, hatte es aufgehört zu regnen, als wir ausstiegen.
Srirangpatnam: Ein Fort, gebaut auf einer langgestreckten Insel im Cauvery River. Zum großen Teil noch erhalten, genauso wie auch der Sri Ranganathaswamy Temple.
Doch die eigentliche Hauptaktraktion war – der Sommerpalast von Hyder Ali und seinem Sohn Tipu Sultan(-> Mysore Palace) – Daria Daulat Bagh. Erstmal mussten wir dahinkommen ;). Ich glaube ich habe es schon mal erwähnt: Inder laufen nicht, bzw nicht, wenn sie es sich erlauben können eine Rickshaw, etc zu benutzen. Nachdem wir den Temple besucht hatten, hatten Wiebke & ich entschienden zu laufen... :). Nach langer Zugfahrt und sitzen. Schon nach 15 min (nachdem ein dutzend Rickshawfahrer immer wieder gehalten hatten um uns mitzunehmen) fing Rahul langsam an seine Laufunlust auszudrücken...nach weiteren fünf min wurde ne Pause eingelegt und als wir nach weiteren zehn Minuten noch einen Kilometer vom Ziel entfernt waren, ueberlegte er sich doch wirklich doch eine Rickshaw anzuheuern. Dummerweiße blieben wir eisern...zu seinem Verhägniss...(->Muskelkater am nächsten Tag;)). Angekommen, konnten wir den wunderschönen Palast, bemalt bis in alle Ecken und Kanten, kein einziger Zentimeter war da außen vor, in vollen Zügen genießen. Klein, aber fein!
Anschließend ging es noch zum Ranganathittu Bird Sanctuary (diesmal mit der Rickshaw ;)): Störche, Ibisse, Egrets, Spoonbills, Komorane uuunnnndddd ‚resist dangling your hand in the water; a crocodile could have it for lunch’ – wahnsinn diese rießen Kolosse so nach aus der Ferne zu sehen...

Erste Fahrstunde

Nachdem ich letzten Mittwochabend endlich meinen Indischen Führerschein in den Hände hielt, musste ich mich natürlich Donnerstag gleich ins Getümmel stürzen...
Unsepecktakulererweiße, bin ich nach kurzer Einweisung und ein paar Runden bei uns im Quadrat, ohne erwähnenswerte Unannehmlichkeiten in die Stadt gekommen und auch genauso wieder heraus! Keine Verwirrung durch Linksverkehr, keine Gleichgewichtsverluste, kein Verfahren und auch sonst nichts...unspektakulär!
Mein Fazit: Rollerfahren ist wirklich so einfach, wie es ausschaut und ist man nicht zu schüchtern bzw lässt sich nicht zu sehr von dem indischen Straßenchaos verschüchtern und übertritt die Verkehrsregeln so, wie es hier alle tun;), kann man sich durchaus schnell und zügig den Straßenverhältnissen anpassen. Hupen(da muss ich wohl noch aufholen, da sind die Inder um einiges besser:) ), einfach nach vorne und rechts, manchmal links schauen und drauflos...

Mittwoch, 19. März 2008

Olaa

Ein halb leeres Buero, naja oder sagen wir eher 1/4 der Mitarbeiter halten die Stellung :) Dh es wird heute wohl wieder zieml locker zugehen... das merke ich jetzt leider schon am Kaffee, bzw dem noch nicht annaehrend vorhandenen (kurz zur Erlaeuterung: es gibt hier 2mal am Tag das beste Heissgetraenk der Welt zubereitet und serviert zu bestimmten Zeiten von unserer Kaffeegoettin Lakshmi)!
Auf alle Faelle aber auch ein riessen Vorteil fuer mich - Ergebnis vor Euren Augen :)

Perfekt also, um schon mal oesterliche Gruesse hier zu lassen!
Geniesst die freien Tage und das Ende der Fastenzeit
...FROHE OSTERN!!!

Ostereiersuche faellt fuer mich dieses Jahr wohl leider aus; ich bin auch gar nicht in Osterstimmung, doch vllt aendert sich das ja Sa-abend! Wiebke hat So einen Osterbrunch geplant und Sa geht's los mit Hasen backen, Servierten bedrucken und Ostereier bemalen - das sollte doch reichen um ein bisschen in Osterstimmung versetzt zu werden...:)

Sonntag, 16. März 2008

Durch den Monsun

Haben wir gerade keine Monsunzeit und sollte jetzt wohl nach dem Winter, die Zeit anfangen, indem alles schoen trocken und richtig heiß wird und habe ich außer einigen vereinzelten Regentropfen (die wenn, dann nachts fielen) keinen Wasser aus den Himmelsschleusenkommen sehen...öffneten sich selbige blitzschnell!
Gestern nachmittag, ich hinten auf dem Roller von Wiebke...klatschnass innerhalb kürzester Zeit :) wir hatten unseren Spaß und einige andere Rollerfahrer auch:)
Und nun zu der tückischen Seite: Erstens fielen erstmals nur einige wenige Tropfen, bevor sich auf einmal der Himmel übergoss, in dieser Zeit vermischte sich der Staub auf der Straße mit den Wassertröpfchen und ergab eine nicht ungefährliche Matschepampe...drei Unfälle von Motorradfahrern innerhalb kürzester Zeit, die diese glitschige Situation beim Bremsen außer Acht gelassen hatten. Zweitens strömten nach dem Beginn des Regens regelrechte Bäche die Straßen rauf und runter...gut, dass es Mal wieder etwas Zeit dauert (Bürokratie), bevor ich meinen Führerschein in den Händen halte :)
Mein erster Monsunregen und ich mittendrin – nach so langer Zeit ohne Regen und mit anschließend nassen kalten Klamotten, denn die Sonne ließ sich danach nicht mehr blicken – macht sogar der heftigste Wolkenbruch Spaß :)

„Rock in India“

Das erste internationale Rockfestival in India

Das ganze fand praktischerweiße direkt in Bangalore statt! Klar, dass ich mir das nicht entgehen lasse, rockende Inder zu sehen und die zum Teil sehr hochgelobten jungen indischen Bands mal näher unter die Lupe zu nehmen. „Let’s rock India“ -
Also hab’ ich Freitag einen „half day casual leave“ genommen und bin mit ein paar Kollegen losgezogen...9 Bands in 8 Stunden standen uns bevor, dabei waren:
Megadeth, Machine Head, Millennium, Pentagram, Junkyard Groove, Mother Jane, Thermal & a Quarter, Prestorika and Casino Blues, all under the same banner.
Ein Kommentar eines der deutschen Kollegen hierbei, den ich doch gerne zitiere “so viele normale Menschen, hab ich lange nicht mehr gesehen!”. :) Ja, man sah tatsächlich keine Saris oder Turkas(außer einer mit Bandname;)) und es gab auch keine starrenden Blicke – junge, moderne Inder mit Fanshirts, die (zum großen Teil männlich: 1:40 geschätzte Frauen/Männer Quote) hier in Indien wohl doch als eher alternativ gelten würden (uaaahhhh, wie ich diese Bezeichnung normal – alternativ doch hasse) oder sagen wir besser provokativ (das passt dann doch auch besser zu den Liedtexten:). Ich habe auch noch nie so viele Inder mit langen Haaren gesehen – anyway. Ein sehr nettes Rockfestival, in einer doch noch sehr neuen Konzert und Festivalscene (seit ungefähr 5 Jahren). Das hat sich zB ganz deutlich bei der Highlightband „Megadeth“ am Ende gezeigt. Irgendwann, war die Band von der Buehne verschwunden, die Inder aber noch nicht in der Stimmung zu gehen und stimmten doch alle fuer eine Zugabe! Aber anstatt, dass einer anfaengt Zugabe zu rufen, gab es nur vereinzelte Rufe und ein brummendes Gemurmel durch die Masse. So gibt’s wenigstens keine Verzögerungen;). Aber glücklicherweiße, waren die zwei Zugaben mit ins Programm eingeplant und die Band kam nochmal auf die Bühne. :)
War mir das Konzert doch im Durchschnitt etwas zu metallastig (weshalb mir am Ende auch nicht wirklich die Idee kam, mit dem „Zugabe“-geschrei anzufangen:)), hat es doch sehr viel Spaß gemacht!
Als die letzten zwei Bands gespielt haben, trat ein sehr überraschender Schaueffekt ein...war es den ganzen Tag schon relativ schwül...fing’ es an zu gewittern...helle, blitzende Strahlen über, hinter und neben der Bühne...Das passte netürlich, wie die Faust auf’s Auge. Absolut gigantisch. Regentropfen fielen nur vereinzelt – also perfekt! Da kann man doch nur noch sagen: Let’s ROCK India...

Donnerstag, 13. März 2008

Beobachtungen

Traurig, aber wahr! ...und warum habe ich nur ca. 1 1/2Stden gebraucht mich in DAS Buch einzutragen und kam auch relativ schnell durch die ganzen anderen Schlangen der Wartenden?
Bestechung, Korruption...die Anarchie in der Demokratie! Das liebe gute schöne Geld....
Eine Entdeckung, Beobachtung – die subjectiv ist und daher mit Vorsicht zu genießen - : Es kommt einem aber doch schon komisch vor, wenn die Verkehrspolizisten, zumindest die etwas älteren (die jungen habens wahrscheinlich einfach noch nicht so raus ), eine richtige Kugel vor sich her schieben...
Dazu vllt eine kurze Erläuterung. Meiner Meinung nach hat Indien in vielerlei Hinsicht ziemliche Ähnlichkeit mit den 60iger Jahren in Deutschland. Wie auch damals, ist es hier nun so, dass es sich die Leute, die sich in den letzten Jahren hochgearbeitet haben, nun besonders gut gehen lassen, bzw das Leben genießen. Das zeigen sie dann auch...oft an Statur und Umfang(denn das Essen ist da natuerlich mit inbegriffen:))!
Dh. Man sieht hier einige viele Leute, die einen Bauch vor sich her schieben, der eine Art Statussymbol hat!
Von anderer Seite ist mir nun schon zugetragen worden, dass besonders diese Verkehrspolizisten, statt den ein oder anderen Strafzettel auszustellen (besonders beliebt hierbei vergessenen Papiere, die ja alle stets mitzuführen sind, oder Fahren ohne Helm, etc.) sich darauf einlassen, dass man ihnen mal schnell so unter der Hand 300Rupien zusteckt! Das sind zwar knapp 10Euro, aber das reicht hier schon mal fuer 5-7ordentliche Mahlzeiten in einem Restaurant!!! Und da das ja höchstwahrscheinlich nicht nur einmal am Tag passiert...soweit zu „Deinem Freund und Helfer“, die man also auch in den Behörden in dieser Richtung relativ offen vorfinden kann...ein Wunder, dass nicht auch ich wegen meines comissioner letters etwas zustecken musste (Wiebke meinte ja, dass wollten die durch die ganzen Diskussionen erreichen), also waren da entweder zu viele Leute(das Gebäude war ja geradezu überflutet) oder meine Fahrschule bezahlt eben sehr gut...

Passed

(geschrieben am 12.03.08)

ENDLICH hat es geklappt, ENDLICH fand mein RTO-Test statt und ENDLICH konnte ich mein Können beweißen:)
Nach unendlich vielen Telefonaten, viel zu vielen Dokumenten(abgesehen von den zwölf!!! Passbildern, Reisepass, deutscher Führerschein, Visa, Arbeitsnachweiß musste ja auch noch ein Mietvertrag & Stromkostenabrechnung her + Comissioner letter – ein wahres Trauerspiel, da ich diesen aufgrund meiner -180 Tage im Land einfach nicht brauche)), hat es heute beim dritten Mal doch tatsächlich geklappt und ich bin zum RTO gebracht worden.
Nachdem die letzten zwei Male, was weiß ich was immer dazwischen kam + eben den Diskussionen mit dem comissioner letter, war heute quasi mein Glückstag und keine cancellation stand mir bevor!
Meine erste indische Behörde: Weiß ich gar nicht, ob dieser Bezirk noch zu Bangalore gehört, war sie doch umso überfüllter mit schlangestehnden Indern. Glücklicherweiße Frauen mal wieder extra, was mir doch sehr viel Zeit eingespart hat. Ich in meiner Schlange und neben mir schön aufgereiht 50 männliche Wesen. So, sah es übrigens prozentual in der Ganzen Regional Transport Officer Karnataka State Behörde aus.
Nach weiteren Diskussionen wegen meines nicht vorhandenen comissioner letters, weiteren Telefonanrufen, hat es doch tatsächlich geklappt und ich durfte mich in DAS große Buch eintragen! Mein Betreuer von der Fahrschule hat mich dann auch gleich weiter zum Test gebracht. Hatte ich nicht mir die Nächte um die Ohren geschlagen, diese Fragen zu lernen? ;) OK, es waren keine Nächte und ich kann locker an meiner Hand abzählen, wie oft ich mir die Fragen angeschaut habe ;), aber...außer einem mündlichen Test (4 verschiedene Handzeichen zeigen(die ich vorher noch schnell gezeigt bekommen hatte:)) + 2 Verkehrschilder erklären und der Beteuerung, dass die Straßen in Deutschland breiter und besser ausgebaut seien) + erneuten Diskussionen, war da nicht viel...eine Minute „Test“ und ich hatte bestanden:)

In einigen Tagen bekomme ich nun hoffentlich meine Licence und werde also bald losduesen und die Straßen noch chaotischer und konfuser gestalten;) - obwohl ich doch stark bewzeifel, dass das durch irgendjemand noch moeglich ist...

Montag, 10. März 2008

Welcome to GOA!

(geschrieben am 07.03.08)

Der Portugiesische Charme war still alive (sie waren ja auch immerhin bis 1961 vor Ort), ebenso wie auch die „infamous hash-fulled days of Goas’s golden Hippy years“.
Fünf Tage in GOA:

- Türkisblaues Meer
- Sonne noch und nöcher
- (fast) einsame Strände
- Delphin watching beim Frühstück
- Meeresrauschen beim Einschlafen und Aufwachen
- Fangfrischer Fisch aus dem Tandoori
Und den Rest gibt’s hier...








Hier mal eine kleine Puzzelaufgabe :)
Mein Zimmerausblick..., ...dabei die Welt zu umarmen :), "Old Goa" im Hinterland, Meine Bucht...wenigstens fuer fuenf Tage;), Auf dem Pfad..., neidisch?????, Irgendwas muss do gewesen sein:), Indien life :)

Samstag, 8. März 2008

Honigkuchensmile

(geschrieben 07.03.08)

Das passierte Mittwochabend...Wie sagte Maren immer, wenn ich dabei war etwas Platz zu schaffen und aufzuräumen...pass auf! Sie hatte vollkommen Recht, damals schon und es klingt in meinem Ohren noch. Wer keine Ahnung von Computern hat, sollte die Finger davon lassen, oder wenigtens erwarten, dass ab und an die ein oder andere Datei den Bach runter gehen kann...
Resultat: Mit heldenhafter Rettung aus Deutschland kamen die meisten meiner Daten wieder zum Vorschein!
Die Photoshow ist auf alle Fälle gerettet! Und der Ehrengast steht auch schon fest!!!

Ausgeknockt

(geschrieben am 04.05.08)

SCHWARZ – RABENSCHWARZ – so werde ich diesen Tag in meinem Kalender anstreichen...doppelt, dreifach, schwarz!!!
Ich habe es eben doch tatsächlich geschafft mit zwei minimalen Mausklicken meine „Zuletzt geänderten“ Daten komplett zu löschen (Photos, Emails, etc.) ...ich könnte heulen, schreien:
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
Sind die Emails verteilt irgendwo in meinem Webaccount, sind die geänderten Photos hin...AAAAAAHHHHHH – schwarz, schwarz, schwarz wird dieser Tag im Kalender angestrichen...