Dienstag, 22. Juli 2008

Nord-Sued-Korrespondenz 2

Erinnern wir uns nocheinmal an die ‚Nord-Sued-Korrspondenz’ – die einfachste, schnellste und unkomplizierteste Lösung, so nannte ich es – meine Worte verbunden mit einem Versprechen...KOMMUNIKATION! Ein Begriff der mir Freude, Hochgefühle aber auch Kopfschmerzen und Magenunwohlsein bereitete. Hauptsächlich nicht bezogen auf Nord-Sued-Korrespondenz, sondern allgemein auf die sprachliche Austauschebene ausgerichtet; eine der wichtigsten wenn nicht sogar die wichtigste Aufgabe! ‚Communicare’ – das Lateinische ‚Teilen, mitteilen, teilnehmen lassen oder auch gemeinsam machen und vereinigen’...eines der schönsten, wunderbarsten aber auch der gefährlichsten und grausamsten Aktivitäten unseres menschlichen Miteinanders.
Zu pragmatisch möchte ich nun aber auch nicht werden und mit guten Gewissen vermage ich zu sagen, dass ich ‚teilte, mitteilte, in gewissem Maße auch teilnahmen habe lassen’! :) Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude. Zweiteres Überwog eindeutig und wie ich schon erwähnte: Indien ist bunt, chaotisch, sehr laut und verrückt, aber doch sehr sehr liebenswert – eben MAGIC INDIA!!!

Das Ventil schließt sich

In wenigen Tagen ist es soweit – ein ganzer Monat ist vergangen...
Verflogen vielmehr seitdem ich mit meinen Füßen wieder deutschen Boden betreten habe! Mit rießigen Gepäckmengen beladen, schloss sich mir Dank der Unaufmerksamkeit oder sagen wir lieber der Nachsichtigkeit verbunden mit verständnisvoller Hilfsbreitschaft der Stuardessen, tatsächlich die Möglichkeit das Unmögliche wahr zu machen und mit drei schwer beladenen Handgepäcktaschen von einem elitären Überraschungskomitee in Empfang genommen zu werde.
Seitdem ist nun wie gesagt fast ein ganzer Monat vergangen
-ein Monat um die ersten wichtigen Dinge zu regeln
-ein Monat indem ich nach drei Tagen wieder in die schöne Hansestadt gezogen bin/ziehen musste
-ein Monat mit großer Segeltour, Unibewerbungen, Wgsuche, et certera
-ein Monat um wieder in der westlichen Kultur anzukommen
-ein Monat um in meine alten Gepflogenheiten zurückzukehren (oder eben auch nicht)
-ein Monat um mich einzugewöhnen in ein Leben, dass meine letzten 20Jahre gezeichnet hat
-ein Monat mich mit ‚leise’, ‚Ordnung’, ‚offentsichliche Organisation’, ‚Leere Straßen’, ‚unfreundlichen Gesichtern’, ‚Egoismus’ und und und .... abzufinden

Da wir nunja nicht zu pathetisch werden wollen...’desolat’ sich nicht in meinem Wortschatz befindet und das Glas ja immer halb voll ist...wenden wir uns doch nocheinmal Indien zu – meinem sechs monatigen Zuhause :)

Viele Dinge, große wie kleine, wollte ich erwähnen hier auf meinen ganz privaten;) Seiten: Doch unerklärlicherweiße (denn ich weiß auch nicht, wie die Zeit einfach so dahinverfliegen konnte) ist nicht nur mein halbes Jahr Auslandsaufenthalt vorbei, sondern auch mein Blog bald Geschichte und soooo vieles immer noch nicht zu Papier gebracht – darum werdet Ihr nur noch oral erfahren können, wieso Inder so komisch beim Ja/Nein-Sagen mit den Köpfen wackeln (was mir das hier für Probleme einbrachte), wie sehr ich die brutalen Gewaltvideos bei Langstreckenbussen immer versuchte zu vermeiden bzw was so in Bollywood abgeht, mein Lieblingsessen, wie ich zu Ziegenhirncurry kam, wie es ist die meiste Zeit Barfuß zu gehen und mit Händen zu essen, dem Trip nach Chennai und Pondicherry sowie Aureville nicht zu vergessen und und und ....ja genau Hampi – einen meiner absoluten Lieblingsorte, der mir an meinem letzten Wochenende sämtliches bescherrte, dass Indien für mich ausgemacht hat. Eine unglaublich bereicherne Erfahrung zusammengeballt auf 2 Tage, der perfekte Abschluss zum Abschied – Indien pur!!!
Reden ist silber und Schweigen ist...







Freitag, 20. Juni 2008

Field Trip

Wie angekündigt...

Kolhapur: Der Ort, an dem alles anders sein sollte als es war! Eine Kleinstadt, rund 500.000 Einwohner im Süden von Maharastra...Soll dieser Eintrag, wie auch beim letzten Mal kein ‚Arbeitsblog’ werden, doch ein weiterer kleiner Einblick!

Schärfe in die Luft, kaum öffnen sich die Nasenflügel, saugen selbige sich voll mit Luft, erfasst einen sofort ein stechendes brennendes Gefühl. Hitze liegt über dem Slum. Vereinzelte Kinder zeigen sich auf den Straßen, doch ansonsten ist alles wie leer gefegt. Kaum glaubhaft, nach diesen belebten und ausgefüllten Straßen am Morgen! Murmeln spielende Kinder, waschende Frauen, die sich gegenseitig die Neuigkeiten erzählen und eilig vorbeieilenden Männer, Gemuhe der Kühe und Hundegebelle; Lautsprecher, die die Laute aus den Häusern in die Nachbarschaft tragen. Doch nun, ausgestorben...doch nur draußen; drinnen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Trotz sirrender Hitze und keinem Lüftchen im Haus; Frauen stehen am Herd und bereiten für ihre liebsten Lunch. Die Gewürze zerschneiden die Luft, Gemüse pruzelt in der Pfanne und Reis kocht nebenan. Die Küche, einfach, aber fein säuberlich gestapelt findet man alles was man braucht. Drei Frauen bemühen sich hier uns einen typischen Thali zuzubereiten! Wie gesagt, welcome in Kolhapur! Dem Ort, an dem nicht nur wir allzu liebenswürdig in diesem Slum versorgt wurden, sondern ebenso liebenswürdig und einmalige Unterstützung unsere Aufgabe bekommen haben. Nicht nur Katharina und Christian machte es Spaß unter diesen extremen Arbeitsbedingungen einen Film für BORDA in punkto Gemeindeorientierter Sanitäsversorgung zu drehen. Denke ich zurück, hätte ich nur wenig Punkte, die ich beim zweiten Mal ändern würde. Doch eigentlich hat alles funktioniert...manches später und auf letzte Minute anderes beim ersten Anhieb. Aber trotz den Problemen der zuerst nicht eingweihten und funtkionierenden Toilettenanlage und meinen anfänglichen Kopfschmerzen, die genau um diesen Punkt kreisten, wurde ich doch zusehens ruhiger, je mehr Zeit ich in Rajendra Nagar, dem Slum, verbrachte. Lange Wartezeiten, Lichtprobleme und immer mehr Leute als man brauchte, machten es einem nicht einfach...umso erstaunlicher ist die Offenheit und Herzigkeit der Slumbewohner gegenüber den Journalisten. Nie zuvor eine Kamera in der Hand gehabt, hatten sie sich nach einem Tag soweit an uns gwöhnt, dass wir uns ohne Probleme frei bewegen konnten, damit meine ich frei drehen wer wir wollten. Ab dem zweiten Tage dann auch was wir wollten und was wir von ihnen wollten. Die Performenz war einwandfrei, die Natürlichkeit nicht gespielt und Sprachprobleme im Nu vergessen. War es mein Part im Vorneherein alles zu organisieren und zu managen, entsprachen auch hier meine Aufgaben der ‚Producerin’! Ein absolutes Bonbon, dass ich kurz vor Ende zugesteckt bekam! Ausgepackt sah es noch besser aus: Neben interessanten Gesprächen abends beim Bier, Einblicken ins Kamerabusiness, Szenendiskussionen und Drehmotivsuchen, stellte sich dieser Slum, als der absolute Wahsinn heraus...Was für eine Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit. Nicht nur, dass wir ständig Tee geliefert bekamen und in die Häuser eingeladen wurde, nach einem Tag waren wir überall bekannt (wenn nicht schon früher) und wurden für diese Woche richtig aufgenommen in die Gemeinschaft. Ein weiteres Erlebniss, dass ich hoffentlich nie vergessen werde: Langsam senkte sich der Himmel über Rajendra Nagar, wolkenlos und klar. Doch diesmal gerade das Gegenteil. Nahezu der ganze Slum war auf den Beinen, erledigte die letzte Geschäfte des Abends oder bereitete sich für die Nacht vor. Auf den Stufen der Vorterasse der Toilettenhäuser traf man sich, denn zwei Musiker hatten sich eingefunden. Trommel und Trommel mit Schifferklavier und Gesang...beidesmal ein eiznigartiges Erlebniss: Musik, die einen Ergriff zusammensitzend im Dunkeln auf der Terasse mit 50 Slumbwohnern. Musik, die einen vergessen machte, glücklich und frei. Musik, die ohne Ende hätte sein können.
Manches passiert, wie vorhergesehen anderes plant man und es klappt aus welchen Gründen auch immer gar nicht und anderes bereitet man gut vor und es funktioniert einwandfrei. Nach einer Woche im Slum, einer am PO zerissenen Hose (auf die ich erst aufmerksam gemacht wurde, als sich eine Schar gigelnder Jünglinge hinter mir aufhielt (was ja hier wiederum in Indien nichst seltenes ist) und der Kommentar einer indische BORDA Mitarbeiterin ‚ich dachte das sei so gewollt; quasi Mode in Deutschland’...ähhhh NEIN), einen Absturz von einer Holzleiter in ein Wasserbecken(glücklicherweiße ziemlich leer) und Kinderscharren, die sich gar nicht mehr losreißen wollten, 8 Münder voller Zucker am ersten Tag zu Begrüßungszwecken und roten kumkum-Punkten auf der Stirn noch und nöcher , nicht zu vergessen den endlosen Schweißperlen (bei 40-45 Grad Hitze), etc ist letztendlich alles irgendwie seinen Weg gegangen und darauf kommst ja an, nech???

Mittwoch, 18. Juni 2008

Welcome back bei RTO

Oder Heavy Duty Story 4

Wieder in die Höhle des Löwen, bereits mit der Vorwarnung eines meiner Kollegen, doch gleich mal ein paar 50 – 100 Rupie Scheine griffbereit in der Tasche zu haben. Auf die Nachfrage hin, 'damit man bei der Bestechung handeln kann' – aha, da hätten wirs doch! Meine Tutorin meinte nur dazu ‚hundert müssten reichen, ich sei ja Freiwillige quasi Studentenstatus und Nichtsverdiener'. Nette Idee, aber wie das denn Beamten beim Bestechen erklären, die in dem Moment eh nur ‚weiße Haut’ sehen. Ähhh, nein Sir, ich bin nämlich Studentin. Oder Sir, mehr habe ich nicht. Wenn ich ihnen mehr bezahle, kann ich mir heute keine Essen leisten??? – Gut, dass es erst gar nicht soweit gekommen ist, das heißt bestochen habe ich ihn quasi um die Ecke.
Zuerst musste ich mit Heavy Duty allerdings eine ganz schön weite Strecke zurücklegen um dieses Verkehrsbüro zu erreichen. Zum Glück, ließ er mich diesmal nicht im Stich...(letztens ist er mir doch spät abends mitten in der Stadt stehen geblieben und auch die zwei netten Inder konnten Ihn nicht wieder zum Laufen bringen; allerdings als am Nächsten Tag zwei Fahrer unseres Office’s kamen, lief er einwandfrei – grrrrrr)
Und ich erreichte mein erstes Ziel ohne Probleme. Ohne Vasu, den Typen der Fahrschule, wäre ich mal wieder vollkommen verloren gewesen, doch nichtdestotrotz musste ich Dokumente fälschen lassen...Hörte sich der Beamte meine Erklärung an, warum ich denn keine Aufenthaltsgenehmigung von der Stadt hätte, geduldig an und unterschrieb schön alles, gefiel ihm irgendwie nicht, dass ich 'nur' einen Mietvertrag mit Elektrizitätsbill (auf den Mieter ausgeschrieben) und ein Schreiben von Marianne hatte, dass ich bei Ihr wohne (in natura gwohnt habe). Ich dachte, wenn dann würde es mal wieder beinahe an ersterem Scheitern, aber weit gefehlt...also gings auf in einen Shop 150m entfernt mir eine Dokument erstellen lassen, wie Vasu meinte. Angekommen, meinen 100 Rupie Schein aus der Tasche geholt und dem Mann beim Tippen in die Schreibmaschine zugeschaut. Heraus kam folgendes: Übliches plpapla + eine Einverständisserkklärung, die ich unterschreiben musste, wobei das ganze eher an meinen Vater gerichtete war, dass ich nämlich erstens mit meiner Familie hier wohne (kein Mensch hat mich gefragt) und dass mein Vater versichert (?), dass er keine Gasrechnung oder sonstigen Beleg hat, außer den Vertrag (der auf Marianne läuft) und die Elektrizitätsrechnung, die an den Vermieter ausgestellt ist!!! Hehe, einwandfrei nicht??? ;)
Das, ließ sich der Beamte dann gefallen...???!!!??? und ich durfte erneut in das große Buch schreiben!
Schritt zwei, war aber fast noch besser: Praktische Prüfung: Nach erstmaligen Warten auf den Prüfer, der sich ziemlich viel Zeit ließ, während rund 50 Leute sich die Beine in den Bauch standen, hieß es aufstellen in Reihe und jeder einzeln bei ihm vorrollen; Unterlagen übergeben, Motor starten und eine Kilometer fahren. Nicht etwa, dass auf diesem Stück Straße unterbrochen von weiß was ich wie vielen Schlaglöchern, die teilweiße bis zu 50cm tief waren, kein Verkehr war – nein! Man fuhr mehr oder weniger schön in Reih und Glied, denn nach dem Motor starten und den ersten Metern, wendete er sich dem nächsten zu...Aus dem Augenwinkel betrachtet, konnte er einen noch gut 15m weiterverfolgen (will man gutmütig sein) aber dann kam die Kurve und man fuhr die restliche Strecke vollkommen hinter seinem Rücken...
Und jetzt bitte keinen Fragen mehr, wieso hier jeder wie der letzte Depp fährt, es regeln nur aufm Papier gibt und die Hupe, neben der Größe des Fahrzeugs, als Hauptverkehrszeichen dient...

Aber ich glaube, ich werde es in Zukunft auf deutschen Straßen ziemlich langweilig finden ;) ...und ach ja, ‚passed’!

Haustier 2

Tja Maren, diesmal kann man es rumflitzen sehen, füttern und ähhh in gewissen Sinne streicheln. Mein neue Mitbwohner gibt fiepsende Laute von sich und hat ganz große Angst vor mir. Daher möchte ich es auch gar nicht streicheln...eine kleine süße Spitzmaus, hat sich aus welchen Gründen auch immer ins Gästhaus verirrt und rennt verwirrt durch die Gegend...Erste Versuche es wieder auszuladen (zu liebe seinerselbst) sind leider gescheitert! Ich bin ja mal gespannt, wer erster auszieht...

Ich habe gerade übrigens entdeckt, dass noch jemand anderes (Putzfrau) meine Spitzmaus entdeckt haben muss: Ich sehe, was, was Du nicht siehst...Mäusefalle lautet das Stichwort! uhhhh HIHI, aber ob ein Budgie (in Fett und Teig gebratenes Gemüse, hier Chili) das Richtige ist;)- Mal schauen...

Ps.: Beim letzten Haustier handelte es sich übrigens um Holzwürmer ;)

Entschiedenes Schicksal

Wahrscheinlich sollte ich jetzt schon in meiner Tiefschlafphase angekommen sein, Dinge träumen, die mein Gehirn gerade verarbeitet oder mich in Unsinn vertiefen. Wobei ich bei ersterem wohl einiges zu tun hätte, denn mittlerweile kann man ja schon fast die Stunden zählen, Tage wird ja schon viel zu langweilig;) die Stunden hätten auch den Vorteil, dass es sich vielmehr anhört, wobei es natürlich auch schneller weniger wird...also ein Perfektum gibt es nicht wirklich und wenn mich jemand fragen würde, ob er die Zeit anhalten solle, würde ich mich ehh nich entscheiden können! Entscheindungen, sind manchmal ganz nett, werden sie abgenommen, aber so ist eben das Schicksal. Je freier, desto mehr Entscheidungen und Verantwortung, desto mehr Wissen, aber auch Fehler aus denen man lernen kann um zu wachsen...
Der ‚ZIG-Status’ hält bisher auf alle Fälle viele Überraschungen offen und meint es doch sehr gut.
Musste ich viele Entscheidungen treffen in letzter Zeit, ‚drüber schlafen’ oder doch erstmal auf die lange Bank schieben, steht und stand diese eine doch von Anfang an fest. Meine Rückreise, gefestigt durch Vertrag, Ticketbuchung, etc pp.
Das Resümé kommt noch, keine Sorge;), aber ich möchte doch darauf hinweißen, dass irgendwie mal alles wieder in Stress ausartet (ich weiß, selbst inizitiert), wobei mir der Stress doch auch unendlich viel Spaß macht. Dh. Nicht, dass ich es super finde mir die Nacht um die Ohren zu Hauen, wie jetzt, aber ich müsste es ja nicht und darin liegt der Punkt: Ich habe mich entschieden, nehme es selbst in die Hand und übernehme die Verantwortung! Nicht, dass das etwas Neues ist, sonst hätte ich hier nichts verloren und wäre ja auch gar nicht hier, aber nichtsdestotrotz, tut es gut zu wissen, dass ‚man selbst Schuld ist’. :)Und vllt genieße ich dadurch auch jede Sekunde mehr und mehr, sauge alles in mich auf und hoffe, dass nichts verloren geht. Klingt nicht so, als hätte ich hier viel gelernt aus Indien, punkto Hinahme und wie wird Stress eigentlich geschrieben? ;) ... wer weiß...
Manche Dinge ändern sich nie, manche Dinge erst nach einigem Zeitraum, andere sofort!

Wie Ihr an meinen neuen Einträgen seht, bin ich irgendwie auch in die Routine geraten;)

ps.: jaja, Gedankengänge des Gehirns...;)

Montag, 9. Juni 2008

Kathakali

Da ja selbst in Bangalore ab zwölf tote Hose ist, beschlossen Marianne und ich nach unserer Sightseeing und Shoppingtour uns der Kunst zuzuwenden...11/2 Stunden Sang- und Klangspiel! Während zwei Trommler den Rythmus vorgaben, celebrierte ein Sänger ein traditionelles Göttergebet. Wunderbare ‚Gute-Nacht’-Musik – da fielen Marianne doch gleich die Augen zu ;))Drei andere Schauspieler celebrierten die Götteranbetung mit ihrem Tanz, Gestik & Mimik.
Ja, alleine durch Gestik & Mimik wurde die Story erzählt. So habe ich wahrscheinlich mehr verstanden, als wäre das Ganze auf Malayalam gewesen. Ein traditioneller Tempeltanz aus dem 2.Jahrhundert: Disziplin in völligem Kontrast stehen zu kunterbunten Gesichtsbemalungen & ausladend sowe reichhaltig verzierten Kostümen: ‚Meditation transform the actors both physically and mentally into the gods, heroes and demons they are about to play’ – muss ich mehr sagen :)

Cochin und ‚umzu’

Fertig eingepackt befinde ich mich gerade in meinem Nest – das sogar dopplet und dreifach! Das Moskitonetz fachmännisch um mein Bett herum gestopft, habe ich ich nun endlich Ruhe vor diesen Biesterb; trotz Antimückencreme, Antimückenräucherstäbchen, nicht zu vergessen die Gekos, haben sie mich doch alle mal wieder erneut heimgesucht.
Das Bett befindet sich in meinem Zimmer, jaaa :). Das Zimmer auf meinem Hausboot – zumindest für 24Std.en :). Nach eine Tag Sightseeing in Fort Cochin, einer Insel bzw. eigentl erstreckt sich Cochin über mehrere Inseln, aber dies hier ist der älteste Teil (wunderbarem Frühstück über dem Meer, Besuch der chinesischen Fischernetze, gefolgt von der St. Francis Kirche (Begräbnisstätte von Vasco da Gama, allerdings nur die ersten 14 Jahr + erste und älteste europ.e Kirche Indiens), einer geschlossenen Synagoge und einem ebenso geschlossenen ‚Dutch palace’) fuhren wit heute morgen nach Allepey mit festem Entschluss die daraufdolgenden 24 Stunden auf einem Böötchen zu verweilen – gesagt, getan! Eine absolut herrliche Landschaft mit kleinen Kanälen bis größeren Seenplatten erwartete uns. Ruhe, nur durchbrochen von zirrpenden Lauten, Vogelrufen und Entengeschnatter & ähh ja, später dem Gesumme der Mücken. – Aber was ich ausdrücken wollte: absolute Ruhe in diesem Wasserreich, dass von Inseln mit Reisfeldern und Häusern aufgefädelt wie Perlen an einzelnen Schnüren, die wie eine Bodüre dieser Felder eingefasst waren. Bunte Perlen an der Waterkant! Von sonnengelb über hibiskusrot bis oceanblau und plamgrün. Ebenso farbenprächtig blitzen einige dunkelbraune Teints unter einfachen, aber in allen vorstellbaren Formen gemusterten bedruckten Saree’s hervor. Gegen späten Nachmittag kamen die Kinder hinzu; angefahren mit ihren Schulbussen, den Kanalfähren, hatten sie sich auf den Heimweg gemacht. Männer, alte und junge, vollendeten das idyllische Bild. Arbeitend auf Reisfeldern oder beim Bau neuer Boote. Frauen hingegen saßen auf den Stufen vor ihren kleinen Häusern, die hinunter zum Wasser führten und wuschen ihre Wäsche.
Na, Lust bekommen auf Kerala? Nichtseinfacher ;) – im Moment befinde ich mich auf dem Rückflug nach Bangalore (man kann also auch hinfliegen:)). Nach einer sehr erholsamen Nacht, ‚Käpten Helga’s’ Einfahrt in den Heimathaven (ein kleiner Anlegeplatz vor einer Fischerhütte eines Seitenkanals), dem erneuten Besuch Fort Cochin’s mit erfolgreichem Besuch des ‚Dutch Palace’, einem Sapziergang auf der Promenade des Forts am Meer und außerordentlichem guten Essen auf der Dachterasse mit Blick auf den verregneten Ocean (der Monsun ist hier nämlich in vollem Gange...hatten wir die ersten zwei Tage einigermaßen Glück, regnete es heute ab Mittag in einem durch). Dh. Die Tage hatten wir zwischen 80-100% Luftfeutigkeit, aber zurück zu meiner Werbung für Kerala: Monsun muss man schließlich auch mal erleben & Nebensession heißt ! in diesem Fall 1/5 des normalen Preises für einen Hausboottrip. Für ca. 20 Euro p.Person (inclusive drei Mahlzeiten + Snacks, drei Serviceleuten + eben Übernachtung und Tour) ein einmaliges Abendteuer in den Backwater’n Kerala’s. Achso ja, neben meinem Steuermann, war ich noch Angler & kochen habe ich auch gelernt!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Slumimpressionen

"Lass' und jetzt nach Hause fahren!" - Damit meinte Katharina nicht etwas unser huebsches Hotel hier in Kolhapur, nein, das war doch tatsaechlich auf die CBS-DEWATS Anlage in einem Slum von Kolhapur gemeint! :) (Es folgt ein kleiner weiterer spezieller Einblick in meine Arbeit; zZ als Producerin fuer ein deutsches Filmteam bestehend aus Katharina und Christiian))

IRGENDWANN DEMNAECHST, DIE PFLICHT RUFT

Mittwoch, 28. Mai 2008

Royal Challenger

tttttzzzzzzzzzzzzssssssssssssccccccccccccchhhhhhhhh - beng - ooooooooooaaaaaaaaaaaaahhh - zack - yyyyyyyyyeeeeeeeeeaaaaaaaaaaahhhhhhhhhh
Unter den Jubelnden war eine der Stimmen meine - wohl defintiv nicht hoerbar, denn die anderen Zuschauer waren weitaus enthusiastischer - aber immerhin:)
Ueberraschend und fast noch nicht wirklich glaubend sass ich letzten Montag abend mit rotem "Royal Challenger" - T-shirt im Kircketstatdion von Bangalore! Das oben uebrigens die laute, wenn der Werfer den Ball Richtung Schlaeger schmeisst! ;) Ich sass also im Stadion und sah mein erster Livematch: Dehli Darevils vs Bangalore Royal Challenger dr neuen Nationalliga!
Spielte sich das Ganze bisher nur auf Bundeslandebene ab, hatten sich einige der indischen Millionaere bzw Milliadaere ueberlegt Teams auf Laenderebene auf die Beine zu stellen(die Premier League India 2008); Acht Mannschaften an der Zahl. Maharastra an der Spitze, waehrend Bangalore die Liste von hinten anfuehrt!
Teresar hatte wohl ganz recht, als sie meinen Einstand betitelte indem sie sagte, es waere so, als ob man am Ende des Siddha & Rama Drama's fragen wuerde, waer denn Siddha & Rama seinen;) Jaja...nachdem ich naemlich am Anfang die Spielregeln erklaert bekommen hatte, wusste ich was ein 'over' ist, wie viele es davon gibt etc. und beim Spiel bekam man alles dann ja schoen mit - es entging mir jedoch glatt das Ende des Spiels:)!
Gut, da Bangalore erwarteterweisse verloren hatte und man auch sonst nicht die Begeisterung, wie man sie fuer ein Team der deutschen Nationalliga vorfindet, fand(wie gesagt, dass ist alles etwas sehr neues - die Anfeuerung einzelner Spieler stand mehr im Vordergrund), kam es, dass die Begeisterung nach diesem letzten Ball auch nicht anders war als davor...da ging s doch glatt unbewusst an mir vorueber, denn es gab ja eigentl noch vier weitere Punkte auzuholen - Nun zu Siddha & Rama: Ich fand also am Ende heraus, dass man bei einem Wurf nicht nur zwei, sondern bis zu sechs Punkten machen kann, je nachdem in welchem Kreis der Ball von der werfenden / gegnerischen Mannschaft gefangen wird! Tja, was soll man sagen??? ;)
Aber letztendlich (quasi im letzten Moment herausgefunden) weiss ich es und werde es bestimmmt auch nie mehr vergessen.......:)

Auf den Spuren Bengalooru's

'Paytay/Kotay/Keray/Tota'
Gleich nach meiner Pilgerfahrt stand Sonntag morgen der naechste Punkt auf meinem Programm: City Walk des Max-Moeller-Bhavan Institut!
Das besondere dabei: Diese Tour beschaeftigt sich mit der Geschichte Bangalore's bzw. den Veraenderungen der Metropole
Der Bonus: Wir haben einfach mal so 70 Leute auf der Warteliste uebersprungen ;)
Die Stadtfuehrer: Ein Geograph, eine Stadtplanerin und eine Art Kulturwissenschaftler
Der negative Punkt: Eine zu grosse Teilnehmergruppe :)
Das Highlight: Mit 50 Leuten + 50 Kameras Wege zu versperren ( + wir waren ja schliesslich die einzigen Deutschen:) - 1km mit dem Bus zurueckzulegen statt 500m zu Laufen und das mehrmals)
Die Tour:
Der Dharmaraya Temple
Wiedermal der Citymarkt-hier speziell der Blumenmarkt mit einer Lotusblüte für mich:)

Immernoch Citymarkt-nun der Gewürzmarkt


Überbleibsel des Forts von Bangalore

Tipu's Palace

Freitag, 23. Mai 2008

Nahe der Todsünde

Gestern abend ist es mir doch tatsächlich passiert...
Nach langem Meeting ging es ab mit hunrigen Bäuchen und durstigen Kehlen ins Sherlock Holmes!
Gemütliche Rund mit sieben Leute und interessanten Gesprächen, während die 'Paneer Pakoda', 'Chicken Manchurian', 'Veg Pakoda', und 'Pea nut Masalla' unsere Mägen füllten und der der erste Pitcher schon längste gegen Nachschub ausgetauscht war!
Auf dem Rückweg vom dem 'her'-Örtchen wollte ich galant sein und nicht drei Leute dazu bewegen wegen mir aufzustehen(ich saß am Ende der Stuhlreihe) - also zack zack jung und beweglich rasch (der vordere Tisch war frei) über zwei Stühle geklettert um an meinen Zielort zu gelangen...und DA war sie die Sünde...na' habt Ihr sie geraten?

Ich habe ein bisschen gebraucht und wohl ziemlich verdutzt drein geschaut, als Roland und Tresar mich daraufhin aufmerksam machten...

Machen wir doch mal wieder ein Quiz draus :)

Welche Todsünde hier in Indien habe ich begangen bis ich wieder auf meinem Platz saß???? Spielt doch einfach mal selber Sherlock Holmes...der hätte mich wahrscheinlich nachverfolgen und identifizieren können! :)

Donnerstag, 22. Mai 2008

Straßenhunde

Mistige Köter, Reudige Hunde, Nichtsnutze & Ungetümer (ausgenommen, der der unser Büro bewacht :))

Aus biologischer Sicht betrachtet, hatten diese Hunde ihren Nutzen im Ökosystem, ihren Platz und ihre Rolle in der Nahrungskette( – hatten???).
Aber so wie es die Menschen in die Stadt treibt, ist es auch mit den Hunden. Ihre Aufgabe hier: Die Straßen ‚bewachen’ (faul an den Ecken rumliegen), die Mülltüten klauen und sich ihr Essen beschaffen. Das wiederum könnte man vielleicht als ihre neue Nische beschreiben – Müllsammler!
Wie auch die Kühe als (biologischer und wer weiß wer noch alles Müllverzehrer dienen, tun es auch die Hunde; quasi natürliche biologische Abfallverwärter! Spricht man bei uns davon, dass in einer Stadt doppelt soviele Ratten wie Menschen leben , könnte man hier wohl sagen doppelt so viele Ratten wie auch Hunde(Insekten sind jetzt mal außen vor) im Vergleich zu Menschen. Vielleicht sind die Hunde auch da um die Ratten im Zaume zu halten, da diese sich hier unendlich (wenn sie das nicht eh schon tun) vermehren würden – aber ich glaube es nicht, dann dazu sind se einfach zu faul!

Manchmal sind sie hingegen alles andere als faul!!!!!!!!!!!!grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

Sind diese Köter tagsüber höchstens hinter einer Fliege her (Müllbeutel als ‚Unlebewesen’ ausgenommen), kommt nachts die dunkle Seite zum Vorschein...Agressive kläfende beißende Köte, die auch vor Motorrädern und Rickshaws nicht zurückschrecken – einzeln oder in Rudeln durchqueren sie nachts Ihr Revier
-Roland musste einen zB schon mal einen während dem Fahren von seinem Motorrad treten (ich schätze Tollwut)
-Wütend bellend rennen sie nachts auf Dich zu (stoppten glücklicherweiße 2m vor mir) um Dir den Weg zu versperren; da soll man mal keine Angst beim Weitergehen zeigen
-Doch auch am Tage ist mir folgendes passiert: Mit zwei großen Taschen(in denen kein Essen war) hatte ich mich aufgemacht...angerannt kamen sie und sprangen an mir hoch! Gott sei Dank kam eine Frau, die die Hunde fütter und verscheuchte sie. Dabei erklärte sie mir, dass selbige dachten ich seie ein Dieb! – Untrainierte Straßenköter – wat n dat???

Dienstag, 20. Mai 2008

Pilgerfahrt

Versuchen wir mal demonstrativ den Tag in positive und negative Aspekte aufzuteilen ->let’s see :)

-wenig Schlaf in der Nacht -> Angst den Wecker zu überhören(ich glaube so langsam gibt mein Handy den Geist auf :( ) (-)
-Aufstehen um 4Uhr morgens (2*-)
-Heavy Duty hat mich im Stich gelassen; wollte partout nicht anspringen (-)
-Der Nachtwächter, der Herzensliebe, sprang aus seinem Halbschlaf empor (Heavy Duty mag ihn wohl lieber) (+)
-Aufgeschwungen, Gas gegeben, 1km später stehen geblieben -> Wusste ich doch, dass es am Benzin lag (-)
(Heavy Duty Story 3:
Liebes Office-Personal,
Auch mir ist bewusst, das Heavy Duty keine Tankanzeige hat und dazu der Reservetank da sein sollte… ABER – Bitte, bitte spart das nächste Mal nicht daran 100-200 Rupie (Ihr bekommt sie ja eh wieder zurück) präventiv auszugeben!!! Denkt bitte an das arme kleine Mädchen, dass nicht schon wieder irgendwo stehen bleiben möchte – nicht bei Tage und morgens um 5Uhr schon gar nicht! Die letzten Male habe ich es gerade immer noch so zur Tankstelle geschafft – diesmal nicht (abgesehen davon, dass sie zugehabt hätten)...Geht in die Präventive!!! )
-Nach kurzem Dauerlauf (hihi...geniale Wortkombi – macht das Sinn???) einen ehrlichen Rickshawfahrer gefunden, der von sich aus 1½ (vor 7Uhr und nach 21Uhr) haben wollte ->ich hatte mich schon auf Diskussionen und einen doch doppelt so hohen Preis eingestellt (eindeutig +)
-nach Bussuche und Kaffee (ohne Zucker – yeahhhpiyeaaahhhh)(+) Abfahrt nach Belur mit verbrannter Zunge
-durchgeruckelt und –geschüttelt mit ein wenig Schlaf mehr sogar noch vor dem Zeitplan Belur erreicht (+)
-eine sauber Toilette (darüber könnte ich mich demnächst auch noch auslassen...Sanitäre Probleme der Frauen beim Reisen, oder so –ich sach’ Euch...) gefunden und den Channekeshava Tempel (+)
-piepend durch die Schranke gelaufen, diesmal gab’s sogar Kontrolle – Folgen von Jaipur???
-einen super netten Touristenführer mit gutem Englisch angeheuert (+) -Jede Menge über Hoysala Dynastie dazuglernt – viel viel erklärt bekommen und nicht einfach so vom Blatt runter (+) (das fing an bei der Geschichte und dem Bau der Temple wie auch dem derzeitigen König über Göttergeschichten bis hin zu Schönheitsidealen und Opfermethoden) und nebenbei die herrlichen Tempel aus dem 12 Jahrhundert bewundert: Von Tänzerinnen in Stein gemeißelt über Karmasutrafiguren bis hin zu den Tieren und last but not least den Göttern; Im Gegensatz zum Tempel in Somnathpur, wie auch dem nächsten Temple, war dieser der einzige, der sich noch in Betrieb befand! (+)
-Schnell noch ein paar Tips geholt, wie ich den am Besten meine Tour weiter machen kann und zurück am Busstand gerade im letzten Moment aufgesprungen in den Bus nach Halebid (+)
-Mir nun auch ohne Führer in aller Ruhe den Hoysaleswara Tempel angeschaut, der eigentlich der Haupttemple werden sollte, doch nie vollendet wurde! Von einem Garten umgegeben indem die Inder alle gerade Ihr Mittagspause machten und mit Blick auf einen Fluß! (+)
-Rechzeitig nach Vohrinfo am Busplatz eingefunden und weiter durch das Hinterland geholpert (+)
-Nach 1 Stunde in Hassan angekommen und mich von da weiter auf den Weg Richtung Bangalore aber mit Zielort Channarayapatna gemacht, denn dort musste ich nach Sravanabeloga umsteigen! Durch Schlafrunkenheit beinahe den Umstieg verpasst (-)
-Sravanabeloga erreicht und mich weiter auf den Weg gemacht; Ziel: ‚Atop the bald rock of Vindhyagiri Hill, the 17.5m-high-statue of Jain deity Gomateshvara (Bahubali), said to be the world’s tallest monlithic statue (...) (+)The statue’s simplicity an serenity is in complete contrast to the complexity and energy of the sculptural work at Belur and Halebid temples’. – Um da aber erstmal hinzukommen ging es 614 in Stein eingemeiselte Stufen hinauf unzwar Barfuß
-Nach 60-75° steilen Aufstieg -> Regen (-) Ein paar Bilder geschossen, das Gröbste abgewartet und mich an den Abstieg gemacht -Noch schnell einen Jain-Temple besucht und den Bus erwischt, der gerade bei der Abfahrt war unzwar 10!!!min zu früh!
-Nach weiterem Umstieg in Channarayapatna mich in einen Bus auf nach Bangalore gemacht: War der Tag doch ziemlich still, sollte sich das defintiv ändern! Eine Kindergruppe (7-18Jahre) hatte ¾ des Busses belegt und mich zum Highlight erklärt :) Es wurden also die schnell im Englischsommercamp erlernten Kenntnisse hervorgeholt und am lebenden Objekt getestet! Nachdem mein Bauch schon völlig durchlöchert war (ich aber auch ganz gut zurückgelöchert habe;), wobei einer gegen 15??? :), stand Photoshooting an! Nach kurzem Busstopp und einrechender Dunkelheit passierte mir eines der Erlebnisse, die ganz on top stehen: Kinderstimmen, die mit vollem Gefühl indische Mantras singen!!! (+++) Die Krönung einer erfolgreichen Pilgerfahrt (das im wahrsten Sinne des Wortes) (mir ist sogar aufgefallen, dass ich nur Obst gegessen habe:)) in der die positiven Aspekte eindeutig überwogen! Incredible!!!!!!!!!!!!!

Donnerstag, 15. Mai 2008

Weitere Studien...

Ich habe/hatte einen neuen Mitbewohner...Mr.X aus Nagpur! Nachdem mich Meike und Dominik verlassen hatten, besuchte mich überraschenderweiße früh morgens am 1. Mai einer unserer Fahrer und Mr.X. - Touwabouh..sach’ ich da nur!
Mr. X ist süße 20Jahre, quasi frischgebacken Diplom-Ingenieur...das geht hier ja alles sehr viel schneller;) –nein, aber verglichen mit unserem System muss er eine Art Techniker sein, Diplom steht hier unter Bachelor! Aufgeweckt, jung, munter und wollte gar nicht mehr aufhören zu schnacken, während ich im Schlafanzug und Handtuch gegenüberstand! Wäre der gute länger hier, dh. Würde der Lehrgang für unsere neuen Ingenieure nicht nur 1 1/2 Woche dauern...könnte ich anfangen ein Buch zu schreiben:)! Zwanzig Jahr, blondes Haar – ähhhh, nein, nicht so ganz;), aber nunmal im Ernst: Ich habe mir ja schon so meine Gedanken gemacht bzw sie kamen einfach zwangsläufig...(keine Details nur ein paar Stichworte)
Und ich habe herausgefunden...
- Inder brauchen Familie immer und überall -> Selbstbeschäftigung ist ein Fremdwort
- Inder benötigen mind. Drei Mahlzeiten am Tage (zu festen Uhrzeiten) -> Ohne Homefood ist überleben schwer
- Türen werden abgeschlossen
- Trotz Langeweile kein Engagement was zu unternehmen (s. Punkt 1)
- Inder träumen doch von der großen Liebe-> Um seinen Partner ‚kennen’ zu lernen hat man meist einen Monat Zeit
- Ein Licht muss immer brennen, verlässt man das Haus-> Götter sollen immer Licht haben, bzw Geistern draußen bleiben
- Alleine sein ist das Schlimmste, was einem Inder passieren kann
- Auch innerhalb Indiens kann kann man in einem anderen Bundestart ein Ausländer sein
- Handy ist immer dabei und man ist immer erreichbar
- Inder lieben es sms mit Lobes, Freundschafts und Liebessprüchen zu verschicken -> Inder sind kitschig
- ‚Brot’ ist nur ein Snack, ebenso wie Salat und Obst -> ‚Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht’
- Große Klappen können manchmal ganz schön klein werden
- Inder glauben Bollywoodstories seinen wahr
- Heimkommen um 24Urh ist ‚tooooooooooooooooo laaaattttteeeee’
- Inder verstehen keine Ironie
- Sagen sie oft ja, ohne ne Ahnung zu haben, versuchen sie im Gegenzug Sachen, die sie wissen (egal ob die andere Person es weiß oder nicht) ausführlich zu erklären->Detailliebhaber vs Grünschnabel

Das indische Alter 20 kann man mit dem Deutschen nicht gleichsetzten! Reifegrade sind total verschieden! Schaut man sich das Sytem und die Kultur an, ist das dort alles verankert(Bei Anfragen gerne mehr dazu:) - Ich will ja keine Gerüchte verbreiten -> Hintergrundinfos sind recheriert und abrufbar)! Spreche ich von ‚Indern’ bezieht sich das meiste auf Mr.X, wobei ich in vielen Dingen noch mehr Bsp. Nennen könnte. Nichtsdestotrotz...
Ich möchte hier gar nicht wertend werden, nichts verallgemeinern oder kritisieren, bzw loben...sondern einfach einen kurzen Einblick geben, der die Unterschiede der Kulturen verdeutlicht...ein weiterer Blick indside, der mit den anderen persönlichen Eindrücken vllt langsam ein Bild aufkommen lässt...

Mittwoch, 14. Mai 2008

Apropo Erkältung...

Ich bin wieder gesund -> just for Info :)
But what I meeeeeaaaaaan...Spekulationen, Diskussionen: Man hat es mir wahrscheinlich angesehen, dass ich nicht ganz aufm Damm war...schlaflose Hustennächte taten ihr übriges dazu!
War die erste Frage meiner Kollegen meistens schnell mit einem ‚ja’ beanwortet, lautet die zweite meistens folgend: ‚Woher...?’ Tja, wenn ich das mal gewusst hätte! Also gingen die Diskussionen los. Virenübertagung von Rolands Grippe? Hatte die AC auf dem Zug nach Mysore ihr übriges getan oder war es doch die AC im Bus von Mangalore nach Bangalore gewesen? Das Highlight ging allerdings folgendermaßen: (In Mysore war ich aufgrund eines Projektes in einem kleinen Dörfchen mit unzureichender Wasserversorgung = bislang keine Geld für Brunnen vom Staat, etc. Es fand ein Gemeindeversammlung statt, in der über die Installierung bzw Implementierung weiterer Brunnen diskutiert wurde) – Dort, wie auch beim Mittagessen hatte ich also halbwegs ungefiltertes Wasser zu mir genommen und einer meiner Kollegen hatte die Idee, meine krächzenden Stimme (zu dem Zeitpunkt hatte ich noch kein Schnupfen, Husten, etc) käme von dem Wasser bzw was auch immer in dem Wasser war! :)
Ja, da kam der Frosch in meinem Hals wahrscheinlich her;)))))))))))))))))))))))))))

Fast Besser waren die Ratschläge zur Genesung:
- Warmes Wasser mit Salz *igitgit
- Heiße Milch mit Pfeffer *uaaahhhhh
- Heiße Milch mit Tumeric und Pfeffer *doppeltes uahhhhh
- Keine Nüsse essen *???
- Zu Hause bleiben *:)

Leute, Leute passt bloß das nächste mal auf und zieht Euch bei AC warm an!!! Wer weiß, was sich die Inder sonst noch einfallen lassen;)

Montag, 5. Mai 2008

Mangalore nordwärts-Karnatakas Küste ist erkundet!

Resultat: Ein Leave day, 34Stden in Bus & Zug, unendlich viele neue Eindrücke, volle Speicherkarten, der erste Tequila in Indien, Strand, Sonne, Meer, Manipal und ein neuer Freund

Und jetzt erstmal zu Anfang;) – eine Woche ist es nun her, als ich nach spontanen Urlaubstag wieder in Bangalore eintrudelte! Frabend ging’s mit dem NachtBus los nach Mangalore, Sa+So Erkundung der Küste von Karnataka, Mo morgen wieder zurück!

Ein vollgepacktes Wochende, dass ich meiner Lieblingsredakteurin Tina zu verdanken habe! An dieser Stelle ein herzliches Merci beaucoup, fühl Dich herzlich gedrückt! :) Ohne sie, hätte ich nie Mithilesh kennenglernt, der ein wunderbarer Reisepartner war und mit dem man plaudern konnte bis zum Umfallen!
Es hatte mich also in aller Frühe nach Mangalore verschlagen, wo ich auch gleich in Empfang genommen wurde und weiter ging’s zu zweit nach Manipal (2Stunden entfernt, dh. er ist extra morgens um 5:30am aufgestanden um mich abzuholen, wie gesagt, über Gastfreundlichkeit kann man sich hier echt nicht beschweren...)! In Manipal habe ich dann durch Zufall erstmal die JungJournalisten live bei der Arbeit erleben drüfen – Aufnahmen im Tonstudio standen an, bevor es nach Malpe ging: einem kleinen Fischerörtchen, lebhaft aber doch verschlafen! Mit dem Böotchen ging’s zur St.Mary’s island. Abgesehen, dass Vasco da Gama vor 500 Jahren dort gelandet sein soll – was heißt abgesehen;), er ist ja der Entdecker des Seeweges nach Indien:) Er wusste anscheinend jedenfalls genau, auf welches Fleckchen Indien er seinen ersten Fuß setzte...eine kleine Insel im indischen Ozean und fast für mich alleine:) Wunderschön und Atemberaubend!
Beside this...keine Touris, bzw nur groups of locals inspecting the curious hexagonal basalt rock formations that jut out of sand!


Nach leckerem Fisch Masala gings wieder ab nach Manipal, wo dann eine nächtliche Unigeländebesichtigung auf mich wartet!




Manipal besteht nämlich eigentl nur aus Studenten;) – 12000 an der Zahl! Da konnte ich es mir auch nicht nehmen lassen, trotz meiner Müdigkeit in einer der 4 Disco’s vorbeizuschauen(Zufällig war diese gerade auch noch im 1.Stock des Hotels, indem Mithilesh wohnt und auch ich mir für die Nacht ein Zimmer gemietet hatte :) und das erste mal hier in Indien die Nacht durchtanzen(ok, bis 3am, aber das ist ja schonmal ein deutlicher Fortschritt)!

Sonntagmorgen machten wir uns auf zur Puja, also genau genommen zum Krishna Tempel in Udupi –
aus dem 13Jahrhundetr, umgeben von acht Klöstern. Für mich aber das erste Mal, dass ich morgens einen Tempel besucht habe und live bei den Puja’s(quasi dem Gebet und der Götteropferung) der Pilgern dabei war – Männer durften übrigens nur oben ohne;)

Nachdem ich dann mal wieder festgestellt habe, dass man sich hier echt nicht auf die Züge verlassen darf, hatten wir es anschließend mit 2stündiger Verspätung geschaft und das nächste Ziel erreicht Gokarna!!! – Schon sehr nahe an Goa gelegen...und eines der Beachparadiese Karnataka’s! Dank der Nebensession konnte man die Urlauber an beiden Händen abzählen und Dank dessen fanden wir auch in diesem total verschlafenen Nestchen ein altes aber sehr fürsorgliches Hausmütterchen, bei der wir uns gleich untermieteten.
Obwohl der Strand direkt vor der Haustür lag, wollten wir doch gerne den Om-beach discovern. (apropo...syr für meine Englischen Einwürfe; mit Erschrecken habe ich eben wieder festgestellt, dass ich einfach auf englisch gedacht hatte und es niederschrieb...Ich wäre wohl eigentl die erste, die die Übernahme und Einbindung englischer Wörter in die deutsche Sprache strickt vermeiden und bekämpfen würde – aber ich hoffe in dieser Lage verzeiht Ihr es mir...*hundeblick* ;) ) Mithilesh hatte also von seinen Freunden den Tip bekommen sich auf zum Om-strand zu machen. Da ich ein bissche Bewegung wollte, fing ich also an Ihn die Berge hoch und runter zu scheuchen:)! Die beschrieben halbe Stunde war allerdings durch Abkommen vom Wege und nachfolgendes Klettern auf den Felsen, etc nicht einzuhalten, aber nachdem wir schließlich den Weg zum Kudle-Strand gefunden hatten, mich meine Pfadsuche über zwei weitere Berge geführt hatte, waren wir schließlich noch vor Sonnenuntergang am Ziel gelandet...
Da vergess’ ich auch gerne, die Busfahrt am nächsten Tag und meine durch AC hervorgerufene Erkältung! – Neben dem Austausch mit einem nahezu gleichaltrigen Inder, Schweißausbrüchen in dieser Schwüle noch und nöcher, Ananas fritté, unglaublicher Landschaft, hänge ich nahezu gerne rum ohne ein Wort sprechen zu können;)