Dienstag, 20. Mai 2008

Pilgerfahrt

Versuchen wir mal demonstrativ den Tag in positive und negative Aspekte aufzuteilen ->let’s see :)

-wenig Schlaf in der Nacht -> Angst den Wecker zu überhören(ich glaube so langsam gibt mein Handy den Geist auf :( ) (-)
-Aufstehen um 4Uhr morgens (2*-)
-Heavy Duty hat mich im Stich gelassen; wollte partout nicht anspringen (-)
-Der Nachtwächter, der Herzensliebe, sprang aus seinem Halbschlaf empor (Heavy Duty mag ihn wohl lieber) (+)
-Aufgeschwungen, Gas gegeben, 1km später stehen geblieben -> Wusste ich doch, dass es am Benzin lag (-)
(Heavy Duty Story 3:
Liebes Office-Personal,
Auch mir ist bewusst, das Heavy Duty keine Tankanzeige hat und dazu der Reservetank da sein sollte… ABER – Bitte, bitte spart das nächste Mal nicht daran 100-200 Rupie (Ihr bekommt sie ja eh wieder zurück) präventiv auszugeben!!! Denkt bitte an das arme kleine Mädchen, dass nicht schon wieder irgendwo stehen bleiben möchte – nicht bei Tage und morgens um 5Uhr schon gar nicht! Die letzten Male habe ich es gerade immer noch so zur Tankstelle geschafft – diesmal nicht (abgesehen davon, dass sie zugehabt hätten)...Geht in die Präventive!!! )
-Nach kurzem Dauerlauf (hihi...geniale Wortkombi – macht das Sinn???) einen ehrlichen Rickshawfahrer gefunden, der von sich aus 1½ (vor 7Uhr und nach 21Uhr) haben wollte ->ich hatte mich schon auf Diskussionen und einen doch doppelt so hohen Preis eingestellt (eindeutig +)
-nach Bussuche und Kaffee (ohne Zucker – yeahhhpiyeaaahhhh)(+) Abfahrt nach Belur mit verbrannter Zunge
-durchgeruckelt und –geschüttelt mit ein wenig Schlaf mehr sogar noch vor dem Zeitplan Belur erreicht (+)
-eine sauber Toilette (darüber könnte ich mich demnächst auch noch auslassen...Sanitäre Probleme der Frauen beim Reisen, oder so –ich sach’ Euch...) gefunden und den Channekeshava Tempel (+)
-piepend durch die Schranke gelaufen, diesmal gab’s sogar Kontrolle – Folgen von Jaipur???
-einen super netten Touristenführer mit gutem Englisch angeheuert (+) -Jede Menge über Hoysala Dynastie dazuglernt – viel viel erklärt bekommen und nicht einfach so vom Blatt runter (+) (das fing an bei der Geschichte und dem Bau der Temple wie auch dem derzeitigen König über Göttergeschichten bis hin zu Schönheitsidealen und Opfermethoden) und nebenbei die herrlichen Tempel aus dem 12 Jahrhundert bewundert: Von Tänzerinnen in Stein gemeißelt über Karmasutrafiguren bis hin zu den Tieren und last but not least den Göttern; Im Gegensatz zum Tempel in Somnathpur, wie auch dem nächsten Temple, war dieser der einzige, der sich noch in Betrieb befand! (+)
-Schnell noch ein paar Tips geholt, wie ich den am Besten meine Tour weiter machen kann und zurück am Busstand gerade im letzten Moment aufgesprungen in den Bus nach Halebid (+)
-Mir nun auch ohne Führer in aller Ruhe den Hoysaleswara Tempel angeschaut, der eigentlich der Haupttemple werden sollte, doch nie vollendet wurde! Von einem Garten umgegeben indem die Inder alle gerade Ihr Mittagspause machten und mit Blick auf einen Fluß! (+)
-Rechzeitig nach Vohrinfo am Busplatz eingefunden und weiter durch das Hinterland geholpert (+)
-Nach 1 Stunde in Hassan angekommen und mich von da weiter auf den Weg Richtung Bangalore aber mit Zielort Channarayapatna gemacht, denn dort musste ich nach Sravanabeloga umsteigen! Durch Schlafrunkenheit beinahe den Umstieg verpasst (-)
-Sravanabeloga erreicht und mich weiter auf den Weg gemacht; Ziel: ‚Atop the bald rock of Vindhyagiri Hill, the 17.5m-high-statue of Jain deity Gomateshvara (Bahubali), said to be the world’s tallest monlithic statue (...) (+)The statue’s simplicity an serenity is in complete contrast to the complexity and energy of the sculptural work at Belur and Halebid temples’. – Um da aber erstmal hinzukommen ging es 614 in Stein eingemeiselte Stufen hinauf unzwar Barfuß
-Nach 60-75° steilen Aufstieg -> Regen (-) Ein paar Bilder geschossen, das Gröbste abgewartet und mich an den Abstieg gemacht -Noch schnell einen Jain-Temple besucht und den Bus erwischt, der gerade bei der Abfahrt war unzwar 10!!!min zu früh!
-Nach weiterem Umstieg in Channarayapatna mich in einen Bus auf nach Bangalore gemacht: War der Tag doch ziemlich still, sollte sich das defintiv ändern! Eine Kindergruppe (7-18Jahre) hatte ¾ des Busses belegt und mich zum Highlight erklärt :) Es wurden also die schnell im Englischsommercamp erlernten Kenntnisse hervorgeholt und am lebenden Objekt getestet! Nachdem mein Bauch schon völlig durchlöchert war (ich aber auch ganz gut zurückgelöchert habe;), wobei einer gegen 15??? :), stand Photoshooting an! Nach kurzem Busstopp und einrechender Dunkelheit passierte mir eines der Erlebnisse, die ganz on top stehen: Kinderstimmen, die mit vollem Gefühl indische Mantras singen!!! (+++) Die Krönung einer erfolgreichen Pilgerfahrt (das im wahrsten Sinne des Wortes) (mir ist sogar aufgefallen, dass ich nur Obst gegessen habe:)) in der die positiven Aspekte eindeutig überwogen! Incredible!!!!!!!!!!!!!

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