(geschrieben am 16.01.08)
LEGO – wär hätte das gedacht! Hier in Indien komme ich doch tatsächlich dazu Lego zu spielen;). Nachdem ich Johny nachmittags mit seinen Französisch Hausaufgaben geholfen hatte, gab er mir abends Nachhilfe im Lego bauen:). Da ich mich nicht mehr einnern kann, es verdrängt habe, oder einfach zuviele Gehirnzellen abgestorben sind...zur Verteidigung sei zu sagen: ZU meiner Zeit gab es aber auch noch keine Lego mit Computer, den man programmieren musste! Wie schnell sich doch die Zeit verändert;) – wie gerne wäre ich doch schon vor 5-10 Jahren das erste mal nach Indien aufgebrochen! Ist es heute ja fast schon im Trend nach Indien zu fahren, fing in dieser Zeit der ganze Schlamassel erst an;). Die Veränderungen müssen wahnsinn sein – ich kann das ja nur aus gelesenem und Erzählungen beurteilen. Zehn Jahre in denen sich das Stadtbild hier vollkommen verändert hat. Von dem Charme ist nicht viel übriggeblieben. Bangalore ist nunmal eine der Megastädte, die 5.größte in Indien, aber da ist es echt in Bremen und sogar Viernheim leichter das ein oder andere historisch anmutenden und/ oder charmante Fleckchen zu finden ;). Samstag habe ich mit Johny, Sonja & Pedro den „Russel market“ besucht. Ein traditioneller Markt in einer rießigen Halle mit einer Blumestraße, dem Fischweg, Obstbereich, etc.. Es wurde gefeilscht, geschrien und verhandelt was ging! Jeder pries seine Ware an! Gilt der Russel market heute quasi als eine Sehenswürdigkeit, konnten man vor sechs Jahren diese Art der Märkte noch in jedem Stadtteil finden. Ein Kulturgut das zu Zeiten von Foodworld und metro an Raum verliert! Stadtdessen findet man an jeder Ecke einen Supermarkt mit Tiefkühlregalen und Gefriertruhe. Was sind schon 5-10 Jahre? - Nichts, wenn man bedenkt, dass diese einer der ältesten Kulturen ist, gar nichts. Aber auf alle Fälle genug Zeit zur „Modernisierung“, wie das computerisierte LEGO.
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